Klaus Rost, Leiter der Vogelschutzlehrstätte, beantwortet unsere Fragen 

Welche Bedeutung hat die einheimische Vogelwelt für die Kleingärtner?

In unseren Kleingartenanlagen findet eine Reihe von Vogelarten Brut- und Nahrungsmöglichkeiten. Sie helfen uns bei der biologischenSchädlingsbekämpfung, indem sie eine Vielzahl von Insekten absammeln. Bedenkt man, dass ein Kohlmeisenpaar während einer Brut ca. 8.000 bis 10.000 Raupen herbeischafft, wird die Nützlichkeit deutlich.

Was können die Kleingärtnerfür die Vögel im Garten tun?

Vogelschutz reduziert sich bei vielen Kleingärtnern auf die Winterfütterung und das Aufhängen von Nistkästen. Wir sollten auch freibrütendeVögel berücksichtigen. Einige bevorzugen Büsche und Hecken zum Nisten .Deshalb sollten mehr Hecken angelegt werden. Sie bieten Nistmöglichkeiten und Zuflucht bei Gefahr und Sturm. Man sollte sich für das Anpflanzen heimischer, fruchttragender Gewächse entscheiden. Deren Früchte sind im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Auch eine Wasserstelle (Vogeltränke) trägt zur Ansiedlung von Vögeln bei, denn Vögel nehmen auch gern ein Bad.

Welche Aufgaben hat die VSL des SLK?

Das Anliegen der Vogelschutzlehrstätte ist seit 55 Jahren, die Propagierung des Natur- und Vogelschutzes nicht nur unter Kleingärtnern, sondern allen Bevölkerungsschichten, insbesondere der Jugend. Wir wollen die Jugend dafür sensibilisieren, dass ihre spätere Welt ebenfalls eine reichhaltige Natur aufweist.