2012-05_Feldsperling_wikiDer Mai ist der Monat, in dem die „Stunde der Gartenvögel“ stattfindet. Vom 11. bis 13. Mai 2012 halten bundesweit wieder viele Vogelfreunde eine Stunde lang Ausschau nach Vögeln, die sie im eigenen Garten oder vom Balkon aus entdecken können. Die „Stunde der Gartenvögel“ wurde 2005 bundesweit ins Leben gerufen. Beide Naturschutzverbände; Naturschutzbund (NABU) und der bayrische Landesbund für Vogelschutz (LBV); griffen damit eine Idee aus England auf, wo Vogelfreunde schon seit 1979 einen „Big Garden Birdwatch“ veranstalten. Je häufiger zur Zählung aufgerufen wird, umso besser lässt sich feststellen, wo es Veränderungen gibt. Unser Wissen über Bestandsveränderungen ist gerade bei den häufigen Arten noch viel zu gering.

Foto - Wikipedia: Feldsperling

2012-04_Gartenrotschwanz1Die im Winter bei uns verbliebe­nen Vögel sind bei günstigen Wet­terbedingungen beim Nestbau, ebenso wie Heckenbraunelle und Zaun­könig. Der April ist auch der Monat an dem der bereits seit dem vergangenen Monat bei uns wieder eingetroffene Hausrotschwanz durch eine zweite Rotschwanzart ergänzt wird, dem Gartenrotschwanz. Die Gartenrotschwänze kommen deutlich später aus ihrem Winterquartier zurück, das in den Savannen Westafrikas und in Zentralafrika liegt. Sie haben eine wesentlich längere Zugstrecke gegenüber dem Hausrotschwanz. Beim Zug in das Winterquartier und zurück zu uns legt der Singvogel zudem jeweils bis zu 8000 Flugkilometer zurück. Um Mitte April ist der Gesang der Männchen zu vernehmen. Die Weibchen treffen etwa 14 Tage später ein.

Klaus Rost - Foto: Männchen des Gartenrotschwanzes mit Futter am Nistkasten  

2012-03_Turmfalke_wikiLangsam zieht wieder Leben in unseren Gärten ein. Während uns die Überwinterer, wie die größeren Schwärme der Saatkrähen, nach und nach verlassen, kommen die Brutvögel allmählich zurück. Insbesondere die Kurzstrecken- oder Teilzieher, die sich in der kalten Jahreszeit in Südeuropa und Nordafrika aufgehalten haben, kehren als erste wieder in ihr Brutrevier zurück und lassen ihre Reviergesänge hören. Zu ihnen zählen: Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Singdrossel, Hausrotschwanz, Bachstelze, Girlitz und Bluthänfling. Aber auch die im Winter bei uns verbliebenen Vogelarten lassen den Reviergesang hören und locken damit einen Brutpartner an bzw. markieren ihr Brutrevier gegenüber Nebenbuhlern ab.

Foto: Andreas Trepte www.photo-natur.de - Turmfalkenmännchen

2012-02 Dohle_wikiEin Vogel den wir nur selten in unseren Gärten beobachten können, es sei denn in der Nähe unseres Vereins befinden sich hohe Gebäude mit entsprechenden Nischen und Höhlen. Jetzt im Winter machen größere schwarze Vogelschwärme auf sich aufmerksam. Es sind die aus Osteuropa stammenden Saatkrähen. In diesen Schwärmen befinden sich meist auch kleinere etwa taubengroße Vögel, die nicht ganz schwarz, sondern schwarzgrau gefärbt sind. Bei genauerem Hinsehen fällt der schiefergraue Nacken auf. Auffallend ist auch das Auge mit der weißen Iris. Es sind Dohlen. Auf Grund dessen, dass durch die Sanierung von Gebäuden immer mehr Brutmöglichkeiten verloren gehen und dadurch ihr Bestand gefährdet ist, wurde die Dohle zum Vogel des Jahres 2012 gekürt. 

Foto - Wikipedia: Dohle

2012-01 Fichtenkreuzschnabel weibDie im Winter bei uns vorkommenden bzw. verbleibenden Vögel brauchen jetzt unsere Hilfe in Form der Winterfütterung. Aber nicht alle Vögel, insbesondere die Wasservögel auf den unsere Stadt und das Umland umgebenden Seen können auf die Zusatznahrung problemlos verzichten. Als unerwünschter Nebeneffekt werden durch diese Fütterung weitere Wasservögel angelockt, die mit ihren Exkrementen das Wasser verunreinigen. Darüber hinaus werden die Wasservögel vom Weiterziehen abgehalten, was gleichzeitig einen Eingriff in das ökologische Gleichgewicht darstellt.

 

Foto: wikipedia - Fichtenkreuzschnabel

2011-12_Seidenschwanz_wikiJe nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können Futterstellen aber zu Ansteckungsquellen für die Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, dass Futterhäuschen vor dem Wiederaufstellen gründlich gereinigt werden. Zu füttern ist nur dann, wenn es auch wirklich erforderlich ist und die natürlichen Nahrungsquellen für die Vögel infolge hoher Schneelage und Eis nicht mehr zugänglich sind. So lange es möglich ist, sollen die Vögel ihrer natürlichen Nahrungssuche nachgehen.

Foto: wikipedia - Seidenschwanz

2011-11_Gaensesaeger_m_wikiNun beginnt die Zeit, da unsere gefiederten Freunde auf unsere Hilfe angewiesen sind. Soweit es noch nicht geschehen ist, wird jetzt angefüttert, damit sich die Vögel an die Futterstelle gewöhnen können. Solange jedoch die natürlichen Nahrungsquellen noch offen sind, geben wir immer nur mäßige Futtergaben in das Futterhaus hinein. Das Futter darf nicht feucht werden oder durch den Wind hinaus geblasen werden, deshalb ist eine gute Überdachung wichtig.

Foto - Wikipedia: Gänsesäger-Männchen

2011-10_KleiberJetzt kann man in den Baumärkten und Gartencentern Kleingärtner beim Kauf von Heckenpflanzen beobachten. Locken diese Einrichtungen doch mit „Angebotspreisen" für „schnellwachsende" Koniferen. Lebensbäume oder Thujen haben bei den Kleingärtnern Hochkonjunktur. Schließlich bewahren uns diese Pflanzen im Herbst vor einer Laubschwemme.

Vogelschutz beschränkt sich nicht nur auf den Bau und das Anbringen von Nistkästen und der Winterfütterung. Dazu gehört u. a. auch die Schaffung bestimmter Lebensräume für unsere Vögel. Wozu auch Anpflanzungen gehören.
 
Foto: wikipedia - Kleiber am Stamm abwärts kletternd

2011-09_Gruenfink_wikiNicht nur, dass es im September ruhiger in unseren Gärten geworden ist, hört man doch kaum noch den Gesang eines Vogels. Auch die Artenvielfalt wird von Tag zu Tag immer geringer, denn die Zugzeit hat begonnen.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind.
 
Foto - Wikipedia: Grünfink

2011-08_Bachstelze_wikiNachdem die Brutzeit ihr Ende gefunden hat, rüsten sich die Zugvögel für den Wegzug in ihr Winterquartier. Als erste verlassen uns extreme Langstreckenzieher, die auch am spätesten aus ihren Winterquartieren zurückkamen. Sie sind also meist nur etwa drei Monate im Jahr bei uns, wie der Mauersegler oder der Pirol. Während unsere Buchfinkenweibchen den Winter in Südfrankreich oder Spanien verbringen, fliegen die Zaungrasmücken bis nach Abessinien (Äthiopien) oder dem Sudan. Die Mönchsgrasmücke zieht sogar bis nach Südafrika. Dort verbringen auch unsere Störche den Winter. Zweimal im Jahr müssen sie die gewaltige Strecke von 10.000 km zurücklegen. 

Foto - Wikipedia: Bachstelze

2011-07_Nachtigall_wikiDie Brutperiode der Singvögel endet im Juli. Wenn die letzten Jungvögel die Nistkästen bzw. Nester verlassen haben, sind die Nistkästen sofort zu reinigen, da Parasiten wie Federlinge, Lausfliegen, Vogelblutfliegen etc. sich gern im alten Nistmaterial aufhalten und gar ihre Brut darin ablegen. Zum Reinigen verwenden wir nur sauberes Wasser ohne chemische Reinigungsmittel. Wird die Reinigung unterlassen, werden in den Bruthöhlen übernächtigende Tiere oder die nachfolgende Jungengeneration gleich wieder von Ungeziefer befallen. Während die Amsel in unseren Gärten zur häufigsten Brutvogelart gehört, obwohl sie durch streunende Katzen, Marder, Eichhörnchen, Eichelhäher oder andere Feinde den Großteil der Bruten einbüßt, gibt es Arten, die in den Gärten relativ selten als Brutvogel auftreten. Dazu gehört die Nachtigall.

Foto - Wikipedia: Nachtigall