2013_04_Kuckuck_wiki_Reed_warbler„Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald. Lasset uns singen, tanzen und springen. Frühling, Frühling wird es nun bald." Jeder kennt das Lied und hat es vielleicht in seiner Kinderzeit selbst mit Begeisterung gesungen. Und jeder kennt auch den Ruf, der dem Vogel seinen Namen verschaffte. Und ganz wichtig, wenn der Kuckuck ruft sollte man unbedingt Geld in der Geldbörse haben, wenn man diese dann ordentlich schüttelt, so dass es klimpert, dann wird sich über das ganze Jahr hinweg Geld in Ihren Taschen befinden.

Nach der Systematik gehört der Kuckuck zwar nicht zu den Singvögeln, aber aufgrund seines bekannten Rufs wird er fälschlicherweise oft dazu gezählt. Aber nicht jeder hat den Rufer schon einmal gesehen, obwohl er eigentlich in keinem Landstrich fehlt.

Foto - Wikipedia: Teichrohrsänger füttert jungen Kuckuck

2013_03_Buntspecht-Maennchen_wikiBei einem Wald- oder Gartenspaziergang im Frühjahr ertönt zwischen dem Gezwitscher der Singvögel immer wieder mal ein Trommelwirbel - ein unverkennbares Geräusch, an dem schon jedes Kind erkennt, hier ist ein Specht am Werk.
In ratternder Serie hämmert er mit seinem starken Schnabel auf einen morschen Ast oder einen hohlen Baumstamm ein.

Wer denkt, für den Specht ist dabei Holz gleich Holz, der hat weit gefehlt. Der Platz für seinen Trommelwirbel ist wohl gewählt. Eine gute Resonanz ist ihm wichtig, möglichst weit soll es durch den Wald schallen. Aber wozu das Ganze?

Foto: Buntspecht-Männchen / wikipedia/Chatoux

2013_02_Wanderfalke_wiki_800px-PeregrineFalconperchedAnfang der 1950er Jahre gab es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR noch etwa 150 Brutpaare des Wanderfalken, von denen 30 zur felsbrütenden Population gehörten und der Rest Baumbrüter waren. Durch den Abschuss und den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln (DDT), in deren Folge die Vögel dünnschalige Eier produzierten, nahm der Bestand besorgniserregend ab. 1955 wurde im Polenztal bei Hohnstein das erste dünnschalige schlupfunfähige Gelege geborgen. Ab 1965 schlüpften auf dem Gebiet der damaligen DDR keine Jungvögel mehr und ab 1974 galt der Wanderfalke als ausgestorben.

Foto - Wikipedia: Wanderfalke

2013_01_Bekassine_NABUAuch wenn sich in letzter Zeit einige Gartenvereine oder Teile von ihnen zu Feuchtbiotopen entwickeln, wird es schwerfallen, in Leipzig und Umland den Vogel des Jahres 2013 zu Gesicht zu bekommen. Die Bekassine ist ein Schnepfenvogel, dessen Vorkommen in feuchten Wiesen, Sümpfen und Mooren liegt. Sie soll als Botschafterin für den Erhalt von Mooren und Feuchtwiesen werben, so der NABU Deutschland und der bayerische Landesbund für Vogelschutz, die den vom Aussterben bedrohten Vogel zum Jahresvogel gekürt haben. Nur noch ca. 5500 bis 6700 Brutpaare leben in Deutschland. Das sind halb so viele wie vor etwa 20 Jahren. 

Foto: NABU / W.Rolfes

Je nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können Futterstellen aber zu Ansteckungsquellen für die Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, dass Futterhäuschen vor dem Wiederaufstellen gründlich gereinigt werden. Am besten mit heißem Wasser. Auch sollten die Futtergeräte so beschaffen sein, dass das darin befindliche Futter vor Witterungsunbilden geschützt ist und die Vögel nicht in dem Futter herumlaufen können und es dadurch durch Kot verunreinigen. Am günstigsten sind sogenannte Futtersilos.

2012_11_Tuerkentaube_wikiWenn wir in der vorangegangenen Ausgabe die Ringeltaube näher kennenlernen konnten, sollen heute die nachfolgenden Arten - Hohltaube, Turteltaube, Türkentaube und Straßen- oder Stadttaube - vorgestellt werden:

Foto - Wikipedia: Türkentauben

2012_10_Ringeltaube_K.RostAb und an, egal zu welcher Jahreszeit, kann man in unseren Gärten auch Tauben beobachten. Zu den fünf in Deutschland vorkommenden Taubenarten gehören Ringel-, Türken-, Turtel-, Hohl- und Stadttauben. Dabei ist die Ringeltaube die größte Taubenart Mitteleuropas und durch die weißen Flügelbänder sowie den weißen Halsstreifen kaum zu verwechseln. Die Oberseite ist blaugrau. Die Bauchunterseite ist etwas heller. Der Kropf und die Brust sind weinrötlich überhaucht, die Füße rot und der Oberschnabel ist an der Wurzel mit einer Haut überzogen, die die Nasenlöcher wie eine Kappe bedeckt.

Foto: Klaus Rost

2012_09_Weissstorch_K.RostSeptember und Oktober sind die beiden Hauptzugmonate, in denen uns die Mehrheit der Zugvögel verlässt.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind. Während der Trauerschnäpper schon im Vormonat abzog, folgt ihm nun der Grauschnäpper nach. Er überwintert in Afrika und dem südwestlichen Asien. Ebenso verlassen Nachtigall und Wendehals das Sommerquartier.

Fotos: Klaus Rost - Weißstorch auf Horst

2012_08_Rauchschwalbe_wikiSchwalben zählten in der Vergangenheit als Siedlungs- und Kulturfolger des Menschen auch in der breiten Öffentlichkeit wohl zu den bekanntesten Vogelarten. Sie sind mit Ausnahme der ozeanischen Inseln und arktischer sowie antarktischer Gebiete über die ganze Welt verbreitet. Schwalben als ausgesprochene Zugvögel verbringen ihre Brutzeit während der warmen Monate in Mitteleuropa und überwintern im südlichen Afrika. Im August erfüllten Familienschwärme die warme Sommerluft und zu hunderten saßen sie im Herbst auf den Telegraphendrähten. Doch so idyllisch wie vor wenigen Jahrzehnten ist die Schwalbenwelt nicht mehr. Zu den hierzulande im Binnenland bekanntesten Arten zählen die Mehlschwalbe und die Rauchschwalbe. Weniger bekannt und auch insgesamt weitaus seltener ist in Deutschland die Uferschwalbe.

Fotos - Wikipedia: Rauchschwalbe bei der Fütterung

2012_07_Girlitz_wikiEin von einem erhöhten Standort aus vorgetragener fast ununterbrochener Gesang eines Vogels, der sich wie ein schnelles, quietschendes Zwitschern anhört, das eher an das „Quietschen eines nicht geölten Kinderwagens“ erinnert, erregte meine Aufmerksamkeit. Gegen die Sonne schauend konnte ich die Farben des Vogels nicht erkennen, jedoch erschien er in seiner Gestalt relativ klein. Wenn man den Gesang mehrmals gehört hat, dann kann man diesen Vogel ohne weiteres an seinem auffallenden Gesang bestimmen.

Foto - Wikipedia: Girlitz

2012_06_Bluthaenfling_weib_wikiFür die meisten Arten ist Höhepunkt der Brutzeit: Die ersten Jahresbruten sind flügge; oft beginnen Zweitbruten. Spätbrüter haben jetzt Eier im Nest. Um Monatsmitte ermitteln die Fachberater wieder den Bestand der im Verein brütenden Vögel. Den Erhebungen kommt eine immer größere Bedeutung zu, vor allem um festzustellen, wie sich der Bestand im Laufe der Jahre verändert. Sei es, dass sich die Anzahl der Brutpaare ändert oder andere Arten in unsere Gartenanlagen einziehen oder diese verlassen. Dort wo sich viele Hecken befinden, wird man hin und wieder auch die Nester von Gebüsch- oder Freibrütern finden. Darunter kann auch das Nest vom Bluthänfling sein.

Foto - Wikipedia: Bluthänfling