2016 Stieglitz Francis-C.-FranklinSeit 1971 ist die alljährliche Wahl des Vogels des Jahres zur Tradition geworden. Mit dieser Gemeinschaftsaktion der beiden Naturschutzverbände NABU (Naturschutzbund Deutschland) und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) soll auf die Gefährdung der Vögel und deren Lebensräume aufmerksam gemacht werden. Nicht immer geht es nur um die Schutzbedürftigkeit der jeweiligen Art, weil sie in ihrem Bestand gefährdet ist, sondern auch um die Erhaltung deren Lebensräume. Als der Wanderfalke zum ersten "Vogel des Jahres" ausgerufen wurde, war es für diese Art buchstäblich fünf vor zwölf. Seitdem haben Schutzmaßnahmen vom DDT-Verbot bis hin zu Horstbewachungen durch Ehrenamtliche eine der größten Erfolgsgeschichten im Vogelschutz geschrieben.

Foto - Francis C. Franklin: Stieglitzmännchen

2015 12 Haubenmeise Carlos-DelgadoHiermit führen wir unsere Vorstellung der Meisenarten fort. Um ein relativ komplettes Bild über die Meisen zu vermitteln, befinden sich darunter auch Arten, die wir nicht unbedingt als Gartenvögel bezeichnen können, es jedoch ohne weiteres vorkommen kann, dass man bei Spaziergängen bzw. Exkursionen auf sie stößt. Heute sind es die Haubenmeise und die zu einer eigenen Familie gehörende Beutelmeise, welche nicht zu den „echten" Meisen gehört.

Haubenmeise (Parus christatus): Durch ihre spitze Federhaube und den schwarz-weißen Kopf ist die im übrigen oberseits bräunlichgraue, unterseits weißliche Haubenmeise leicht zu erkennen und von den anderen Meisenarten zu unterscheiden.

Foto - Carlos Delgado: Haubenmeise

2015 11 Wacholderdrossel Arnstein-RonningIm Herbst können wir auf Vogelarten stoßen, die wir in der übrigen Zeit des Jahres nicht so häufig oder überhaupt nicht beobachten können. Wenn sich die Zugvögel unter unseren heimischen Vögeln auf den Weg in wärmere Gebiete begeben, um dort ihren Lebensunterhalt mit Weichfutter, also Insektennahrung, zu bestreiten, kommen andere Vogelarten, vornehmlich aus nordischen Gefilden als Wintergäste zu uns. Der Grund des Vogelzuges ist nicht, wie meist angenommen, die kältere Jahreszeit, sondern der Mangel an entsprechender Nahrung.

Foto - Arnstein Ronning: Wacholderdrossel

2015 10 Schwarzmilan Thomas-KraftNeben dem Rotmilan, der unter Greifvögel (3) sind finden ist, können wir einen weiteren Greifvogel den Schwarzen Milan oder Schwarzmilan beobachten. Oft ist es ein trillerndes "Hühühühihüüü", was unseren Blick gen Himmel richten lässt.

Der Schwarzmilan ist ein etwa bussardgroßer Greifvogel und gehört zur Familie der Habichtartigen. Im Gegensatz zum nahe verwandten Rotmilan hat der Schwarzmilan ein weltweites Verbreitungsgebiet. Er ist auch unter anderen Namen wie Schmarotzermilan, Aasweihe, Fischweihe bekannt.

Foto - Thomas Kraft: Schwarzmilan

2015 09 Rotmilan Thomas-KraftMit einer weiteren Greifvogelart möchte ich Sie bekannt machen, die wir über unseren Kleingärten beobachten können, wenn wir uns einmal von der gebückten Gartenhaltung aufrichten und gen Himmel blicken. Neben den bereits vorgestellten Arten Turmfalke und Mäusebussard können wir mitunter auch einen bussardgroßen Vogel mit schlanken Flügeln und einem langen Schwanz, dessen Schwanzende eine tiefe Gabelung aufweist, beobachten.

Es ist der nach seinem rotbraunen Aussehen benannte Rote Milan oder kurz auch Rotmilan, im Volksmund auch Gabelweihe (wegen des gegabelten Schwanzes) genannt. Das Flugbild des Rotmilans wirkt majestätisch, wenn er ruhig am Himmel, nach Beute spähend, dahin gleitet.

Foto - Thomas Kraft: Rotmilan

2015 08 Maeusebussard Bjoern-StreyEin weiterer Greifvogel, der mitunter über unseren Gärten seine Runden dreht und hauptsächlich dort auftritt, wo im Umfeld unserer Anlage die Bebauung etwas aufgelockerter ist, ist der Mäusebussard. Mit seinem abfallend „hiääh" klingenden Ruf, der oft im Flug zu hören ist, macht er auf sich aufmerksam.

Sein Erscheinungsbild ist etwa 1/3 größer als das des Turmfalken. Er ist ein mittelgroßer, eher schwerfälliger Greifvogel von gedrungener Gestalt. Im Flug fallen seine breiten Flügel und der relativ kurze gerundete Schwanz auf und der Kopf erscheint zwischen den Schultern eingezogen. Beim Kreisen im Segelflug sind die Flügel deutlich V-förmig angehoben und die Handschwingenspitzen aufgestellt.

Foto - Björn Strey: Mäusebussard

2015 07 Turmfalke Andreas-TrepteHäufig überfliegen Beute suchende Greifvögel unsere Gartenanlagen. Der wohl bekannteste unter den städtischen Greifvögeln ist der Turmfalke

Der Turmfalke ist kleiner und schlanker als eine Krähe. Seine Oberseite ist rotbraun und schwach dunkel gefleckt. Bei alten Männchen sind der Oberkopf, der Hinterrücken und der Schwanz aschgrau. Das Weibchen und die Jungvögel haben eine vollkommen rotbraune Oberseite, welche stark dunkel gefleckt und quer gebändert ist. Der Schwanz ist braun mit mehreren dunklen Querbändern und einer breiten schwarzen Schwanzendbinde. Typisch für den Turmfalken sind seine langen spitzen Flügel. 

Foto - Andreas Trepte: Turmfalke

2015 06 Gartenbaumlaeufer JimfbleakBei Spaziergängen durch die Natur begegnen wir mitunter auch Vögeln, bei denen man nicht gleich auf Anhieb sagen kann, um welche Vogelart es sich handelt, wie z.B. Gartenbaumläufer und Waldbaumläufer. Bei rund 8.600 nachgewiesenen Vogelarten auf der Erde ist es nicht verwunderlich, dass sich darunter auch Arten verbergen, die sich im Aussehen ähneln. Es gibt Vögel, die quasi einen Doppelgänger besitzen, von dem sie feldornithologisch nur schwer zu unterscheiden sind. Dabei gibt es welche, die sich in Gestalt und Färbung, andere, die sich in ihren stimmlichen Äußerungen weitgehend gleichen. Glücklicherweise trifft immer nur das eine oder das andere zu. Ähneln sich also zwei Arten in ihrem Aussehen, so sind sie sicherlich durch ihre Stimme voneinander zu unterscheiden und umgekehrt. Unter den bei uns heimischen Doppelgängern gibt es nur wenige, die sich so verblüffend gleichen wie unsere beiden Baumläuferarten.

Foto - Jimfbleak. Gartenbaumläufer / Bauanleitung Baumläufer-Nistkasten > "UNSERE THEMEN/Bauanleitung Nistkästen" 

2015 05 Eichelhaeher Luc ViatourBei Spaziergängen im Auwald oder in Parks wird man auf „Hiäh"-Rufe des Mäusebussards aufmerksam. Wenn man darauf den Himmel nach dem Rufer absucht und nichts entdecken kann, war es sicher ein anderer Vogel, der uns mit diesem Ruf zum Narren gehalten hat. Beim intensiven Absuchen des Astwerkes der Bäume entdecken wir einen etwa taubengroßen, rötlichgrau gefärbten Vogel mit schwarzweißblau gefärbten Federn an den Flügeln und einer weißlich dunkel gestreiften Kopfhaube. Es ist ein Eichelhäher.

Foto - Luc Viatour: Der Eichelhäher

2015 04 Nilgaense Guenter-SchnitzlerBei unseren Spaziergängen an den neu entstandenen Wasserflächen rund um unsere Stadt, aber auch auf Feld- und Wiesenflächen, kann man häufig relativ „bunte" Gänse beobachten. Dabei handelt es sich um Nilgänse, sogenannte Neozoen. Was sind Neozoen? Als Neozoen bezeichnet man Tierarten, die direkt oder indirekt durch die Wirkung des Menschen in andere Gebiete eingeführt worden sind und sich dort fest etabliert haben.

Foto - Günter Schnitzler: Nilgansfamilie am Rheinufer

2015 03 Weidenmeise Francis-C.FranklinWährend im vorherigen Beitrag die Kohl-, Blau- und Tannenmeise vorgestellt wurden, sollen Sie heute etwas über Weiden- und Sumpfmeise erfahren. Weidenmeise (Parus montanus): Sie ist mit der ihr sehr ähnlichen Sumpfmeise (Parus palustris) ein Beispiel für Zwillingsarten.

Wegen des fast gleichen Aussehens werden beide auch als Graumeisen zusammengefasst. Unterschiede gibt es im Vorkommen und im Verhalten. Wegen ihres Aussehens wird die Weidenmeise auch „Mönchsmeise” genannt. Dieser Name wird ihr auch eher gerecht.

Foto: Francis C. Franklin - Weidenmeise