2017 01 Waldkauz Altvogel Peter Schaedlich 0970Unter den 47 Arten, welche seit 1971 im jährlichen Rhythmus zum Vogel des Jahres gewählt wurden, befanden sich bisher nur drei Arten, der Steinkauz (1972), die Schleiereule (1977), der Uhu (2005) und nun der Waldkauz, welche zu den lautlosen Jägern der Nacht gehören.

Während in den Anfängen der Jahresvogelwahl der Fokus auf der Vogelart selbst lag, da deren Bestand sehr im Abnehmen begriffen war, ist der Bestand der derzeitig ausgewählten Arten relativ stabil. Mit den in den letzten Jahren ausgewählten Arten soll auf die Veränderung der Lebensräume der betreffenden Arten hingewiesen werden. Deshalb heißt es in der Begründung des NABU:

Foto - Peter Schädlich: Waldkauz - Altvogel

2016 12 Frank Liebig SingschwaeneSingschwäne sind Brutvögel der osteuropäischen und sibirischen Taiga. Im Herbst und Winter sind diese Schwäne auch in Mitteleuropa zu beobachten. In Küstengebieten und im norddeutschen Tiefland sind sie regelmäßiger Wintergast. Zunehmend kommt es aber auch zu Übersommerungen und vereinzelten Bruten in Mitteleuropa. Der Zug aus den Wintergebieten setzt im Oktober ein. Sie kehren ab März in ihre Brutgebiete zurück.

Foto - Frank Liebig: Singschwäne

2016 11 Sigismund-von-Dobschuetz Hoeckerschwan-beim-AngriffHeute nehme ich Sie mit zu einer Exkursion an einen der vielen um unsere Stadt entstandenen Gewässer. Hier können wir zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten Schwäne (Cygnini) beobachten. Wussten Sie, dass es mehrere verschiedene Schwanenarten gibt? Ich möchte Sie mit ihnen vertraut machen.

Die Schwäne gehören zur Ordnung der Gänse und innerhalb dieser Ordnung zur Familie der Entenvögel. Schwäne sind die größten aller Entenvögel. Wegen des rein weißen Gefieders der europäischen Arten und der eindrucksvollen Größe haben sie in zahlreiche Mythen und Märchen Eingang gefunden.

Foto - Sigismund von Dobschütz: Höckerschwan beim Angriff

2016 10 Nudelbraut Auerhahn-auf-BalzVerlassen wir dieses Mal unsere „kleine" Gartenwelt und wenden uns einer Vogelart zu, die zumindest auch unter den Biertrinkern bekannt sein dürfte – das Auerhuhn*). Noch vor mehr als 100 Jahren ein Allerweltsvogel, hat sich das Auerhuhn (Tetrao urogallus) in Deutschland heute rargemacht. 

Das Auerhuhn ist ursprünglich Taigabewohner und findet in Mitteleuropa in großen naturnahen Waldungen zusagenden Lebensraum. Dabei werden Nadel- und Mischwälder im Mittel- und Hochgebirge bevorzugt.

Foto - Nudelbraut: Auerhahn auf Balz

2016 09 Lee-Karnay EinsiedlerdrosselNicht nur, dass es im September ruhiger in unseren Gärten geworden ist, hört man doch kaum noch den Gesang eines Vogels. Auch die Artenvielfalt wird von Tag zu Tag immer geringer, denn die Zugzeit hat begonnen.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält¬nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind.

Foto - Lee Karnay: Einsiedlerdrossel

2016 08 Sebastian-Poster MandarinenteMitunter kann man an Teichen und alten Flussarmen exotisch, also sehr bunt aussehenden Enten begegnen. Und man glaubt hier Zierenten vor sich zu haben. Im Prinzip stimmt dies auch. Es handelt sich dabei um Mandarinenten (Aix galericulade), deren ursprüngliche Heimat in Südost-Asien liegt (von den Amur-Niederungen südwärts über Ussuriland und die Mandschurei bis in den Norden der chinesischen Provinz Hopei; möglicherweise noch weiter südlich am Unterlauf des Yangtse und in der Provinz Fukien, auf den japanischen Inseln Hokkaido, Hondo und Kiuschiu und den Riukiu-Inseln (Okinawa).

Foto - Sebastian Poster: Mandarinente

2016 07 Danrok Raven in JerseyDie Familie der Singvögel reicht vom etwa 9 Zentimeter langen und zwischen 4 und 6,5 Gramm schweren Winter-/Sommergoldhähnchen, als kleinster heimischer Vogel, bis zum Kolkraben mit einer Körperlänge von 54 bis 67 cm und einer Flügelspannweite von 115 bis 130 cm und einem Gewicht zwischen 1.080 und 1.370 Gramm.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wer den Raben zuhört, wird es seltsam finden, dass die Zoologen ihn zu den Singvögeln zählen.

Foto - Danrok: Kolkrabe im Flug

2016 06 Andrzej-Jablecki KernbeisserDer Kernbeißer (Coccothraustes Coccothraustes) ist der größte in der Familie der Finkenvögel. Er wird auch als Kirschkernbeißer, Kirschfink, Finkenkönig oder in Bayern als Kerenbeisser bezeichnet.

In Holland nennt man ihn Appelvink, was merkwürdig ist, denn in Apfelbäumen sieht man ihn nie, jedenfalls nicht zu der Zeit, wenn die Äpfel reifen. Er ist etwa starengroß, seine Flügelspannweite liegt zwischen 29 bis 33 cm und sein Gewicht beträgt etwa 48 bis 62 Gramm.

Foto - Andrzej Jablecki: Kernbeißer beim "Frühstück"

2016 Vogeltraenke-Stare-baden-Garten LBV Nicole-GrodzyckiÜberall ist in den Gebüschen und Bäumen wieder reges Leben eingezogen. Freibrütende Vogelarten suchen passende Stellen an denen sie ihr Nest errichten können. Die verschiedenen Freibrüterarten nutzen, je nach Art, dabei vom Boden beginnend bis zu den Wipfeln der Büsche die einzelnen Höhenlagen.

Foto - Nicole Grodzycki, LBV: Vogeltränke - Stare baden im Garten

2016 04 Alchemist-hp KormoranBei Spaziergängen an den vielen Seen, die unsere Stadt umgeben, fallen einem mitunter gänsegroße schwarze Vögel auf, die auf einem aus dem Wasser ragenden Gegenstand mit ausgebreiteten Flügel sitzen. Es sind prächtige Taucher, die nach einem Tauchgang ihr Gefieder trocknen lassen, da bei ihnen nicht – wie bei anderen Wasservögeln – das Wasser vom Gefieder abperlt. In der Luft fliegend, erscheint das Flugbild kreuzförmig, d.h. die Flügel erscheinen genauso breit wie der Körper von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende. Es ist der Kormoran (Phalacrocorax carbo), der mancherorts wegen seines schwarzen Aussehens auch „Meerrabe", „Seerabe" oder „Wasserrabe" genannt wird. Mit der Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 wurde eine sehr umstrittene Vogelart ausgewählt, die eine rege Diskussion zwischen Naturschützern und Fischern entfachte.

Foto - Alchemist-hp: Kormoran auf Lauer

2016 03 Feldlerche Daniel-PetterssonWenn wir den Stadtrand erreichen und uns der Feldflur nähern, dann fällt uns die fehlende Artenvielfalt auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen, wie auch die Ruhe über den Feldern, auf. Kaum ein Vogel zu sehen und zu hören. Die Feldlerche (Alauda arvensis) gehört wohl mit zu den Vogelarten, die – wenigstens dem Namen nach - den meisten bekannt ist. Die über der grünenden Saat singend aufsteigende Feldlerche ist, jetzt muss man wohl sagen war, für unsere Felder eine bezeichnende Erscheinung und es gibt wohl niemanden, der sich nicht über den abwechslungsreichen Gesang unserer Feldlerche in den Vorfrühlingstagen erfreut.

Foto - Daniel Pettersson: Feldlerche