100 1907 BSZum fünften Mal riefen NABU und LBV zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, ließen sich dabei zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Trotz wenig winterlichen Wetters, Sturm und Regen haben wie schon im Vorjahr wieder 77.000 Vogelfreunde an der Aktion teilgenommen. Insgesamt gingen Meldungen aus 53.000 Gärten und Parks mit über zwei Millionen gezählten Vögeln ein. Gemessen an der Einwohnerzahl waren die Vogelfreunde in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am fleißigsten.

Foto - Klaus Rost: Kohlmeise am Nistkasten

Viele Vogelarten wurden etwas häufiger beobachtet als im Vorwinter, im Durchschnitt wurden 39 Vögel je Garten notiert. Dabei baute der Haussperling seine im Vorwinter erstmals eroberte Spitzenposition gegenüber der Kohmeise weiter aus. Auf den Bronzerang rückte der Feldsperling vor, gefolgt von Blaumeise, Amsel, Grünfink und Buchfink. Elster, Rabenkrähe und Rotkehlchen.

Insgesamt wurden 161 verschiedene Arten gemeldet, auf die zehn häufigsten entfielen aber rund 75 Prozent der Individuen. Genau auf diese häufigen und allgemein bekannten Vögel kommt es uns mit der Aktion besonders an. Wir wollen herausfinden, wie sich die Allerweltsvögel in unseren Gärten entwickeln.

Ergänzt wird die heimische Vogelwelt von Wintergästen aus Nord- und Osteuropa, zum Beispiel von Rotdrosseln uind Seidenschwänzen. Deren Zahlen waren dieses Mal allerdings vergleichsweise gering.

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