Vogeluhr_1024DIE VOGELUHR

Sonnenaufgang (SA) - Mitte Mai 5.10 Uhr (Sommerzeit 6.10 Uhr)

Es ist noch Nacht:

Heidelerche, Nachtigall – Schwirle – Kuckuck – Sumpfrohrsänger – Drosselrohrsänger

1,5 Stunden vor SA:

Gartenrotschwanz – Hausrotschwanz – Wachtel – Feldlerche – Braun- und Blaukehlchen - Teichrohrsänger

1,0 Stunde vor SA:

Amsel – Singdrossel – Pirol – Mönchsgrasmücke – Rotkehlchen – Kohlmeise – Gartengrasmücke

0,5 Stunde vor SA:

Buchfink – Goldammer – Zaunkönig – Zilpzalp – Fitis – Blaumeise – Baumpieper – Baumläufer

SA:

Star – Bachstelze - Gelbspötter

 

Eine etwas anders gestaltete Vogeluhr in Farbe finden sie hier.

 

Der Biorhythmus der einzelnen Singvogelarten wird vom jeweilig vorherrschenden Tageslicht maßgeblich beeinflusst und ist ausschlaggebend für den Anfang bzw. für die Beendigung des sogenannten Balzgesangs.

So singt jede Art zu einer ganz bestimmten Zeit. Das Vogelkonzert beginnt schon weit vor Sonnenaufgang (SA), und die gefiederten Sänger treten immer in der gleichen Reihenfolge auf.

Schon eineinhalb Stunden bevor die Sonne am Horizont erscheint, beginnt der Gartenrotschwanz zu singen, und kurz darauf steigt die Feldlerche in den Morgenhimmel auf und stimmt mit ihrem jubilierenden Gesang in den Chor ein.

Anschließend durchdringen die melodischen Flötentöne der Amsel und der Singdrossel die Stille des anbrechenden Morgens. Das Rotkehlchen greift ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang mit seinen perlenden Gesangsstrophen ins Konzertgeschehen ein, bevor die hellen Rufreihen der Kohlmeise zu vernehmen sind.

Der Buchfink mit seinem arttypischen, harten, in "Dur" vorgetragenen "Finkenschlag" gibt kurz vor Sonnenaufgang den Weckruf für Star und Bachstelze, die bei Anbruch des Tageslichts aktiv werden.

Das sind nur einige Arten aus diesem großen Vogelchor, aber alle Sänger haben ihre eigene Startzeit. Ausnahmen bilden einige Arten, wie z.B. die Nachtigall, die Heidelerche oder Schwirle und Rohrsängerarten, die nicht nur in der Dämmerung und am Tage, sondern auch in der tiefsten Nacht singen.

Bei trübem, windigem oder regnerischem Wetter verschiebt sich der Beginn etwas nach hinten, aber die Reihenfolge bleibt stets die gleiche.

Die Vogelarten, die abends bis in die Dunkelheit hinein singen, fangen übrigens als erste am Morgen wieder an.

ln den Mittagsstunden kommt der Vogelgesang nahezu zum Erliegen, bis er im Laufe des Nachmittags aktiviert und bis zum Sonnenuntergang gesteigert wird.

Der Balzgesang der Singvögel wird nur von den Männchen vorgetragen. Mit ihrem arteigenen Gesang markieren sie so ihr Revier damit ein Weibchen an.