2011-04_Star_wikiWährend die im Winter bei uns verbliebe­nen Vögel, wie Haus- und Feldsperlinge, Kohl-, Blaumeisen und Kleiber bei günstigen Wetterbedingungen bereits Nistmaterial in die künftige Brutwohnung eintragen, für diese Arten reicht ein Fluglochdurchmesser von 32 mm, hat sich auf dem Nistkasten mit einem größeren Einflugloch (46 mm) das Starenmännchen niedergelassen und versucht mit einem wohltuenden Gesang ein Weibchen anzulocken, mit dem es in diesem Jahr für Nachwuchs sorgen möchte. Der Gesang ist sehr vielseitig; pfeifende, schmatzende und schnarrende Laute werden mit Imitationen anderer Vogelgesänge vermischt und, von einem raschen Flügelschlagen begleitet, vorgetragen.

Foto - Wikipedia: Star

2011-03_Singdrossel_wikiBis zur Monatsmitte sind die Reparaturen und Ergänzungen des Nistkastenbestandes abzuschließen. Später angebrachte Nisthilfen werden meist erst zur zweiten Brut oder von später eintreffenden Zugvögeln (Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper) besetzt, da für die erste Brut die Reviere von den Vögeln bereits gewählt sind.

In diesem Zusammenhang sollten sich die Vereine einmal eine Übersicht über die Zusammensetzung des Brutvogelbestandes bzw. den Anteil der einzelnen Vogelarten verschaffen. Das geschieht durch eine Brutbestandsermittlung, die der Fachberater für Vogelschutz vornimmt.

Foto - Wikipedia: Singdrossel

2011-02_Eichelhaeher_wikiDie Witterungsbedingungen mit Schnee und großer Kälte macht es den Vögeln bei der Futtersuche nicht leicht, den erhöhten Nahrungsbedarf zu decken. Deshalb ist es wichtig, dass bei anhaltender Wetterlage die Zufütterung unserer Gartenvögel weiterhin aufrechterhalten wird. Für Abwechslung an der Futterstelle kann der Gartenfreund sorgen, der auch an die Weichfresser denkt, die ihre Nahrung gerne an einem Bodenfutterplatz aufnehmen. Dieser Platz sollte wie ein Futterhaus vor Regen und Schnee geschützt sein.

Foto - Wikipedia: Eichelhäher

2011-01_Heckenbraunelle_thumbWenn es uns jetzt an einem klaren Wintertag nach einem Gartenbesuch ist, dann wird uns die Stille empfangen. Kaum ein Vogel lässt sich sehen und vernehmen. Es sei denn, wir kommen in die Nähe einer Futterstelle. Selbst dort wo nur ein Meisenknödel im Baum hängt herrscht reges Treiben. Neben Kohl- und Blaumeisen finden sich auch Grünfinken ein. An einer größeren Futterstelle ist natürlich das Artenspektrum viel umfangreicher. Hier kann man auch den Kleiber, oder auch Spechtmeise genannt, antreffen. Doch was ist das? Am Boden unter der Futterstelle hält sich ein etwa sperlingsgroßer aber schlanker aussehender graubraun gefärbter Vogel auf. Ein Sperling ?

Foto - Wikipedia: Heckenbraunelle

2010-12_Gruenfink_wiki_thumbJe nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können sie aber zu Ansteckungsquellen für Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, die Futter­häuschen vor dem Wiederaufstel­len gründlich zu reinigen mit heißem Wasser. Auch sollten Futtergeräte so beschaffen sein, dass das darin befindliche Futter vor Witterungsunbilden geschützt ist, die Vögel nicht in dem Futter herumlaufen können und es dadurch mit Kot verunreinigen. Am günstigsten sind sogenannte Futtersilos. Diese Futtergeräte gewährleisten das eben Gesagte und zum anderen rutscht das Futter automatisch nach. Vorausgesetzt der Futterbehälter ist auch mit Futter befüllt.

Foto - Wikipedia: Grünfink

2010-11_Rotkehlchen2_thumbLaub- und Mischwälder mit Unterwuchs, buschreiche Waldränder, Parkanlagen und Gärten sind bevorzugte Lebensräume des Rotkehlchens. Seine Nahrung sucht es vorwiegend am Boden, wo es zwischen Laub und Unterholz umherhuscht. Seine großen Augen ermöglichen ihm, auch im Dämmerlicht dichten Gebüschs sowie am Morgen und Abend gut zu sehen. Es sucht Insekten und deren Raupen, Spinnen, Würmer und Nacktschnecken, die ihm und den Jungen während des Frühjahrs und Sommers als Hauptnahrung dienen. Später kommen Beeren und Trauben hinzu, im Winter auch Sämereien und Fettfutter an den Futterhäuschen.

Foto - Wikipedia: Rotkehlchen

Haussperling-Hahn_thumbAuch wenn es jetzt im Garten, abgesehen von den Erntearbeiten, ruhiger wird, verwöhnt uns die Natur mit einer Vielfalt von Farben durch die Herbstlaubfärbung. Der Gesang der Vögel dagegen ist jetzt weitgehend verstummt.

Nicht, weil es nicht mehr notwendig ist einen Partner für die Brut anzulocken, oder das Brutrevier gegenüber Konkurrenten abzugrenzen sondern weil eine Reihe von Brutvogelarten sich bereits auf den Weg in wärmere Gefilde begeben haben. Somit hat sich die Artenvielfalt in unseren Gärten gelichtet.

Foto - Wikipedia: Haussperling

stieglitz-thumbDie Monate September und Oktober sind die beiden Hauptzugmonate, in denen uns die Mehrheit der Zugvögel verlässt. Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind. Aber auch eine Reihe von Vögeln, die ganzjährig bei uns verbleiben, zieht jetzt in kleinen Trupps umher und lassen sich auch in unseren Gärten sehen. Es sind Arten die für ihre Nahrung mehr auf vegetarische Kost stehen. Und hier finden sie gerade jetzt in unseren Gärten an den abgeblühten Blütenständen die jetzt Samen ausbilden einen reich gedeckten Tisch.

Foto - Wikipedia: Stieglitz

moenchsgrasmueckeNachdem die Brutzeit ihr Ende gefunden hat, rüsten sich die Zugvögel für den Wegzug in ihre Winterquartiere. Als erste verlassen uns die extremen Langstreckenzieher, die auch am spätesten aus ihren Winterquartieren zurückkamen. Das sind z.B. Mauersegler und Pirol, die meist nur etwa drei Monate im Jahr bei uns sind.

Während die Buchfinkenweibchen den Winter in Südfrankreich oder Spanien verbringen, fliegen die Zaungrasmücken bis nach Abessinien oder dem Sudan.

Foto - Wikipedia: Mönchsgrasmücke

Klaus Rost, Leiter der Vogelschutzlehrstätte, beantwortet unsere Fragen 

Welche Bedeutung hat die einheimische Vogelwelt für die Kleingärtner?

In unseren Kleingartenanlagen findet eine Reihe von Vogelarten Brut- und Nahrungsmöglichkeiten. Sie helfen uns bei der biologischenSchädlingsbekämpfung, indem sie eine Vielzahl von Insekten absammeln. Bedenkt man, dass ein Kohlmeisenpaar während einer Brut ca. 8.000 bis 10.000 Raupen herbeischafft, wird die Nützlichkeit deutlich.

Was können die Kleingärtnerfür die Vögel im Garten tun?

Vogelschutz reduziert sich bei vielen Kleingärtnern auf die Winterfütterung und das Aufhängen von Nistkästen. Wir sollten auch freibrütendeVögel berücksichtigen. Einige bevorzugen Büsche und Hecken zum Nisten .Deshalb sollten mehr Hecken angelegt werden. Sie bieten Nistmöglichkeiten und Zuflucht bei Gefahr und Sturm. Man sollte sich für das Anpflanzen heimischer, fruchttragender Gewächse entscheiden. Deren Früchte sind im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Auch eine Wasserstelle (Vogeltränke) trägt zur Ansiedlung von Vögeln bei, denn Vögel nehmen auch gern ein Bad.

Welche Aufgaben hat die VSL des SLK?

Das Anliegen der Vogelschutzlehrstätte ist seit 55 Jahren, die Propagierung des Natur- und Vogelschutzes nicht nur unter Kleingärtnern, sondern allen Bevölkerungsschichten, insbesondere der Jugend. Wir wollen die Jugend dafür sensibilisieren, dass ihre spätere Welt ebenfalls eine reichhaltige Natur aufweist.