2012-01 Fichtenkreuzschnabel weibDie im Winter bei uns vorkommenden bzw. verbleibenden Vögel brauchen jetzt unsere Hilfe in Form der Winterfütterung. Aber nicht alle Vögel, insbesondere die Wasservögel auf den unsere Stadt und das Umland umgebenden Seen können auf die Zusatznahrung problemlos verzichten. Als unerwünschter Nebeneffekt werden durch diese Fütterung weitere Wasservögel angelockt, die mit ihren Exkrementen das Wasser verunreinigen. Darüber hinaus werden die Wasservögel vom Weiterziehen abgehalten, was gleichzeitig einen Eingriff in das ökologische Gleichgewicht darstellt.

 

Foto: wikipedia - Fichtenkreuzschnabel

2011-12_Seidenschwanz_wikiJe nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können Futterstellen aber zu Ansteckungsquellen für die Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, dass Futterhäuschen vor dem Wiederaufstellen gründlich gereinigt werden. Zu füttern ist nur dann, wenn es auch wirklich erforderlich ist und die natürlichen Nahrungsquellen für die Vögel infolge hoher Schneelage und Eis nicht mehr zugänglich sind. So lange es möglich ist, sollen die Vögel ihrer natürlichen Nahrungssuche nachgehen.

Foto: wikipedia - Seidenschwanz

2011-11_Gaensesaeger_m_wikiNun beginnt die Zeit, da unsere gefiederten Freunde auf unsere Hilfe angewiesen sind. Soweit es noch nicht geschehen ist, wird jetzt angefüttert, damit sich die Vögel an die Futterstelle gewöhnen können. Solange jedoch die natürlichen Nahrungsquellen noch offen sind, geben wir immer nur mäßige Futtergaben in das Futterhaus hinein. Das Futter darf nicht feucht werden oder durch den Wind hinaus geblasen werden, deshalb ist eine gute Überdachung wichtig.

Foto - Wikipedia: Gänsesäger-Männchen

2011-10_KleiberJetzt kann man in den Baumärkten und Gartencentern Kleingärtner beim Kauf von Heckenpflanzen beobachten. Locken diese Einrichtungen doch mit „Angebotspreisen" für „schnellwachsende" Koniferen. Lebensbäume oder Thujen haben bei den Kleingärtnern Hochkonjunktur. Schließlich bewahren uns diese Pflanzen im Herbst vor einer Laubschwemme.

Vogelschutz beschränkt sich nicht nur auf den Bau und das Anbringen von Nistkästen und der Winterfütterung. Dazu gehört u. a. auch die Schaffung bestimmter Lebensräume für unsere Vögel. Wozu auch Anpflanzungen gehören.
 
Foto: wikipedia - Kleiber am Stamm abwärts kletternd

2011-09_Gruenfink_wikiNicht nur, dass es im September ruhiger in unseren Gärten geworden ist, hört man doch kaum noch den Gesang eines Vogels. Auch die Artenvielfalt wird von Tag zu Tag immer geringer, denn die Zugzeit hat begonnen.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind.
 
Foto - Wikipedia: Grünfink

2011-08_Bachstelze_wikiNachdem die Brutzeit ihr Ende gefunden hat, rüsten sich die Zugvögel für den Wegzug in ihr Winterquartier. Als erste verlassen uns extreme Langstreckenzieher, die auch am spätesten aus ihren Winterquartieren zurückkamen. Sie sind also meist nur etwa drei Monate im Jahr bei uns, wie der Mauersegler oder der Pirol. Während unsere Buchfinkenweibchen den Winter in Südfrankreich oder Spanien verbringen, fliegen die Zaungrasmücken bis nach Abessinien (Äthiopien) oder dem Sudan. Die Mönchsgrasmücke zieht sogar bis nach Südafrika. Dort verbringen auch unsere Störche den Winter. Zweimal im Jahr müssen sie die gewaltige Strecke von 10.000 km zurücklegen. 

Foto - Wikipedia: Bachstelze

2011-07_Nachtigall_wikiDie Brutperiode der Singvögel endet im Juli. Wenn die letzten Jungvögel die Nistkästen bzw. Nester verlassen haben, sind die Nistkästen sofort zu reinigen, da Parasiten wie Federlinge, Lausfliegen, Vogelblutfliegen etc. sich gern im alten Nistmaterial aufhalten und gar ihre Brut darin ablegen. Zum Reinigen verwenden wir nur sauberes Wasser ohne chemische Reinigungsmittel. Wird die Reinigung unterlassen, werden in den Bruthöhlen übernächtigende Tiere oder die nachfolgende Jungengeneration gleich wieder von Ungeziefer befallen. Während die Amsel in unseren Gärten zur häufigsten Brutvogelart gehört, obwohl sie durch streunende Katzen, Marder, Eichhörnchen, Eichelhäher oder andere Feinde den Großteil der Bruten einbüßt, gibt es Arten, die in den Gärten relativ selten als Brutvogel auftreten. Dazu gehört die Nachtigall.

Foto - Wikipedia: Nachtigall

2011-06_Kolkrabe_wiki

Für die meisten Arten ist jetzt der Höhepunkt der Brutzeit: Die Jungen der ersten Jahresbruten werden flügge; vielfach werden Zweitbruten begonnen. Die Spätbrüter haben jetzt Eier im Nest. Das verwirrende Konzert der Vogelstimmen lässt allmählich nach. Für manchen noch nicht so sattelfesten Hobbybeobachter bedeutet dies eine spürbare Erleichterung beim Kennenlernen der Vogelstimmen, kann er sich doch wieder auf weniger Arten konzentrieren. Sichtbeobachtungen hingegen fallen in den vielen dichtbewachsenen Lebensräumen merklich schwerer, belaubte Zweige, Gräser und Kräuter verdecken die Vögel.

Foto - Wikipedia: Kolkrabe

2011-05_Mauersegler_1024Auch in diesem Jahr, vom 13.-15. Mai 2011, findet unter Federführung des Nabu wieder die Stunde der Gartenvögel statt. Auch sie, liebe Gartenfreunde, können diese Aktion unterstützen indem sie sich an diesen Tagen eine Stunde von ihrer Gartenarbeit befreien und statt mit dem Spaten sich mit Stift und Zettel bewaffnen. Während dieses Zeitraumes notieren sie jeden Vogel, der sich in der Sichtweite ihrer Parzelle aufhält. Vorgedruckte Zähllisten können sie über NABU Landesverband Sachsen e.V., Löbauer Straße 68, 04347 Leipzig, Tel.: 0341/2333130 beziehen oder aus dem Internet unter: www. Nabu-Sachsen.de herunterladen.

Foto: Klaus Rost - Abflugstelle für Mauersegler

2011-04_Star_wikiWährend die im Winter bei uns verbliebe­nen Vögel, wie Haus- und Feldsperlinge, Kohl-, Blaumeisen und Kleiber bei günstigen Wetterbedingungen bereits Nistmaterial in die künftige Brutwohnung eintragen, für diese Arten reicht ein Fluglochdurchmesser von 32 mm, hat sich auf dem Nistkasten mit einem größeren Einflugloch (46 mm) das Starenmännchen niedergelassen und versucht mit einem wohltuenden Gesang ein Weibchen anzulocken, mit dem es in diesem Jahr für Nachwuchs sorgen möchte. Der Gesang ist sehr vielseitig; pfeifende, schmatzende und schnarrende Laute werden mit Imitationen anderer Vogelgesänge vermischt und, von einem raschen Flügelschlagen begleitet, vorgetragen.

Foto - Wikipedia: Star

2011-03_Singdrossel_wikiBis zur Monatsmitte sind die Reparaturen und Ergänzungen des Nistkastenbestandes abzuschließen. Später angebrachte Nisthilfen werden meist erst zur zweiten Brut oder von später eintreffenden Zugvögeln (Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper) besetzt, da für die erste Brut die Reviere von den Vögeln bereits gewählt sind.

In diesem Zusammenhang sollten sich die Vereine einmal eine Übersicht über die Zusammensetzung des Brutvogelbestandes bzw. den Anteil der einzelnen Vogelarten verschaffen. Das geschieht durch eine Brutbestandsermittlung, die der Fachberater für Vogelschutz vornimmt.

Foto - Wikipedia: Singdrossel