2011-09_Gruenfink_wikiNicht nur, dass es im September ruhiger in unseren Gärten geworden ist, hört man doch kaum noch den Gesang eines Vogels. Auch die Artenvielfalt wird von Tag zu Tag immer geringer, denn die Zugzeit hat begonnen.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind.
 
Foto - Wikipedia: Grünfink

2011-08_Bachstelze_wikiNachdem die Brutzeit ihr Ende gefunden hat, rüsten sich die Zugvögel für den Wegzug in ihr Winterquartier. Als erste verlassen uns extreme Langstreckenzieher, die auch am spätesten aus ihren Winterquartieren zurückkamen. Sie sind also meist nur etwa drei Monate im Jahr bei uns, wie der Mauersegler oder der Pirol. Während unsere Buchfinkenweibchen den Winter in Südfrankreich oder Spanien verbringen, fliegen die Zaungrasmücken bis nach Abessinien (Äthiopien) oder dem Sudan. Die Mönchsgrasmücke zieht sogar bis nach Südafrika. Dort verbringen auch unsere Störche den Winter. Zweimal im Jahr müssen sie die gewaltige Strecke von 10.000 km zurücklegen. 

Foto - Wikipedia: Bachstelze

2011-07_Nachtigall_wikiDie Brutperiode der Singvögel endet im Juli. Wenn die letzten Jungvögel die Nistkästen bzw. Nester verlassen haben, sind die Nistkästen sofort zu reinigen, da Parasiten wie Federlinge, Lausfliegen, Vogelblutfliegen etc. sich gern im alten Nistmaterial aufhalten und gar ihre Brut darin ablegen. Zum Reinigen verwenden wir nur sauberes Wasser ohne chemische Reinigungsmittel. Wird die Reinigung unterlassen, werden in den Bruthöhlen übernächtigende Tiere oder die nachfolgende Jungengeneration gleich wieder von Ungeziefer befallen. Während die Amsel in unseren Gärten zur häufigsten Brutvogelart gehört, obwohl sie durch streunende Katzen, Marder, Eichhörnchen, Eichelhäher oder andere Feinde den Großteil der Bruten einbüßt, gibt es Arten, die in den Gärten relativ selten als Brutvogel auftreten. Dazu gehört die Nachtigall.

Foto - Wikipedia: Nachtigall

2011-06_Kolkrabe_wiki

Für die meisten Arten ist jetzt der Höhepunkt der Brutzeit: Die Jungen der ersten Jahresbruten werden flügge; vielfach werden Zweitbruten begonnen. Die Spätbrüter haben jetzt Eier im Nest. Das verwirrende Konzert der Vogelstimmen lässt allmählich nach. Für manchen noch nicht so sattelfesten Hobbybeobachter bedeutet dies eine spürbare Erleichterung beim Kennenlernen der Vogelstimmen, kann er sich doch wieder auf weniger Arten konzentrieren. Sichtbeobachtungen hingegen fallen in den vielen dichtbewachsenen Lebensräumen merklich schwerer, belaubte Zweige, Gräser und Kräuter verdecken die Vögel.

Foto - Wikipedia: Kolkrabe

2011-05_Mauersegler_1024Auch in diesem Jahr, vom 13.-15. Mai 2011, findet unter Federführung des Nabu wieder die Stunde der Gartenvögel statt. Auch sie, liebe Gartenfreunde, können diese Aktion unterstützen indem sie sich an diesen Tagen eine Stunde von ihrer Gartenarbeit befreien und statt mit dem Spaten sich mit Stift und Zettel bewaffnen. Während dieses Zeitraumes notieren sie jeden Vogel, der sich in der Sichtweite ihrer Parzelle aufhält. Vorgedruckte Zähllisten können sie über NABU Landesverband Sachsen e.V., Löbauer Straße 68, 04347 Leipzig, Tel.: 0341/2333130 beziehen oder aus dem Internet unter: www. Nabu-Sachsen.de herunterladen.

Foto: Klaus Rost - Abflugstelle für Mauersegler

2011-04_Star_wikiWährend die im Winter bei uns verbliebe­nen Vögel, wie Haus- und Feldsperlinge, Kohl-, Blaumeisen und Kleiber bei günstigen Wetterbedingungen bereits Nistmaterial in die künftige Brutwohnung eintragen, für diese Arten reicht ein Fluglochdurchmesser von 32 mm, hat sich auf dem Nistkasten mit einem größeren Einflugloch (46 mm) das Starenmännchen niedergelassen und versucht mit einem wohltuenden Gesang ein Weibchen anzulocken, mit dem es in diesem Jahr für Nachwuchs sorgen möchte. Der Gesang ist sehr vielseitig; pfeifende, schmatzende und schnarrende Laute werden mit Imitationen anderer Vogelgesänge vermischt und, von einem raschen Flügelschlagen begleitet, vorgetragen.

Foto - Wikipedia: Star

2011-03_Singdrossel_wikiBis zur Monatsmitte sind die Reparaturen und Ergänzungen des Nistkastenbestandes abzuschließen. Später angebrachte Nisthilfen werden meist erst zur zweiten Brut oder von später eintreffenden Zugvögeln (Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper) besetzt, da für die erste Brut die Reviere von den Vögeln bereits gewählt sind.

In diesem Zusammenhang sollten sich die Vereine einmal eine Übersicht über die Zusammensetzung des Brutvogelbestandes bzw. den Anteil der einzelnen Vogelarten verschaffen. Das geschieht durch eine Brutbestandsermittlung, die der Fachberater für Vogelschutz vornimmt.

Foto - Wikipedia: Singdrossel

2011-02_Eichelhaeher_wikiDie Witterungsbedingungen mit Schnee und großer Kälte macht es den Vögeln bei der Futtersuche nicht leicht, den erhöhten Nahrungsbedarf zu decken. Deshalb ist es wichtig, dass bei anhaltender Wetterlage die Zufütterung unserer Gartenvögel weiterhin aufrechterhalten wird. Für Abwechslung an der Futterstelle kann der Gartenfreund sorgen, der auch an die Weichfresser denkt, die ihre Nahrung gerne an einem Bodenfutterplatz aufnehmen. Dieser Platz sollte wie ein Futterhaus vor Regen und Schnee geschützt sein.

Foto - Wikipedia: Eichelhäher

2011-01_Heckenbraunelle_thumbWenn es uns jetzt an einem klaren Wintertag nach einem Gartenbesuch ist, dann wird uns die Stille empfangen. Kaum ein Vogel lässt sich sehen und vernehmen. Es sei denn, wir kommen in die Nähe einer Futterstelle. Selbst dort wo nur ein Meisenknödel im Baum hängt herrscht reges Treiben. Neben Kohl- und Blaumeisen finden sich auch Grünfinken ein. An einer größeren Futterstelle ist natürlich das Artenspektrum viel umfangreicher. Hier kann man auch den Kleiber, oder auch Spechtmeise genannt, antreffen. Doch was ist das? Am Boden unter der Futterstelle hält sich ein etwa sperlingsgroßer aber schlanker aussehender graubraun gefärbter Vogel auf. Ein Sperling ?

Foto - Wikipedia: Heckenbraunelle

2010-12_Gruenfink_wiki_thumbJe nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können sie aber zu Ansteckungsquellen für Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, die Futter­häuschen vor dem Wiederaufstel­len gründlich zu reinigen mit heißem Wasser. Auch sollten Futtergeräte so beschaffen sein, dass das darin befindliche Futter vor Witterungsunbilden geschützt ist, die Vögel nicht in dem Futter herumlaufen können und es dadurch mit Kot verunreinigen. Am günstigsten sind sogenannte Futtersilos. Diese Futtergeräte gewährleisten das eben Gesagte und zum anderen rutscht das Futter automatisch nach. Vorausgesetzt der Futterbehälter ist auch mit Futter befüllt.

Foto - Wikipedia: Grünfink

2010-11_Rotkehlchen2_thumbLaub- und Mischwälder mit Unterwuchs, buschreiche Waldränder, Parkanlagen und Gärten sind bevorzugte Lebensräume des Rotkehlchens. Seine Nahrung sucht es vorwiegend am Boden, wo es zwischen Laub und Unterholz umherhuscht. Seine großen Augen ermöglichen ihm, auch im Dämmerlicht dichten Gebüschs sowie am Morgen und Abend gut zu sehen. Es sucht Insekten und deren Raupen, Spinnen, Würmer und Nacktschnecken, die ihm und den Jungen während des Frühjahrs und Sommers als Hauptnahrung dienen. Später kommen Beeren und Trauben hinzu, im Winter auch Sämereien und Fettfutter an den Futterhäuschen.

Foto - Wikipedia: Rotkehlchen