2012_10_Ringeltaube_K.RostAb und an, egal zu welcher Jahreszeit, kann man in unseren Gärten auch Tauben beobachten. Zu den fünf in Deutschland vorkommenden Taubenarten gehören Ringel-, Türken-, Turtel-, Hohl- und Stadttauben. Dabei ist die Ringeltaube die größte Taubenart Mitteleuropas und durch die weißen Flügelbänder sowie den weißen Halsstreifen kaum zu verwechseln. Die Oberseite ist blaugrau. Die Bauchunterseite ist etwas heller. Der Kropf und die Brust sind weinrötlich überhaucht, die Füße rot und der Oberschnabel ist an der Wurzel mit einer Haut überzogen, die die Nasenlöcher wie eine Kappe bedeckt.

Foto: Klaus Rost

2012_09_Weissstorch_K.RostSeptember und Oktober sind die beiden Hauptzugmonate, in denen uns die Mehrheit der Zugvögel verlässt.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind. Während der Trauerschnäpper schon im Vormonat abzog, folgt ihm nun der Grauschnäpper nach. Er überwintert in Afrika und dem südwestlichen Asien. Ebenso verlassen Nachtigall und Wendehals das Sommerquartier.

Fotos: Klaus Rost - Weißstorch auf Horst

2012_08_Rauchschwalbe_wikiSchwalben zählten in der Vergangenheit als Siedlungs- und Kulturfolger des Menschen auch in der breiten Öffentlichkeit wohl zu den bekanntesten Vogelarten. Sie sind mit Ausnahme der ozeanischen Inseln und arktischer sowie antarktischer Gebiete über die ganze Welt verbreitet. Schwalben als ausgesprochene Zugvögel verbringen ihre Brutzeit während der warmen Monate in Mitteleuropa und überwintern im südlichen Afrika. Im August erfüllten Familienschwärme die warme Sommerluft und zu hunderten saßen sie im Herbst auf den Telegraphendrähten. Doch so idyllisch wie vor wenigen Jahrzehnten ist die Schwalbenwelt nicht mehr. Zu den hierzulande im Binnenland bekanntesten Arten zählen die Mehlschwalbe und die Rauchschwalbe. Weniger bekannt und auch insgesamt weitaus seltener ist in Deutschland die Uferschwalbe.

Fotos - Wikipedia: Rauchschwalbe bei der Fütterung

2012_07_Girlitz_wikiEin von einem erhöhten Standort aus vorgetragener fast ununterbrochener Gesang eines Vogels, der sich wie ein schnelles, quietschendes Zwitschern anhört, das eher an das „Quietschen eines nicht geölten Kinderwagens“ erinnert, erregte meine Aufmerksamkeit. Gegen die Sonne schauend konnte ich die Farben des Vogels nicht erkennen, jedoch erschien er in seiner Gestalt relativ klein. Wenn man den Gesang mehrmals gehört hat, dann kann man diesen Vogel ohne weiteres an seinem auffallenden Gesang bestimmen.

Foto - Wikipedia: Girlitz

2012_06_Bluthaenfling_weib_wikiFür die meisten Arten ist Höhepunkt der Brutzeit: Die ersten Jahresbruten sind flügge; oft beginnen Zweitbruten. Spätbrüter haben jetzt Eier im Nest. Um Monatsmitte ermitteln die Fachberater wieder den Bestand der im Verein brütenden Vögel. Den Erhebungen kommt eine immer größere Bedeutung zu, vor allem um festzustellen, wie sich der Bestand im Laufe der Jahre verändert. Sei es, dass sich die Anzahl der Brutpaare ändert oder andere Arten in unsere Gartenanlagen einziehen oder diese verlassen. Dort wo sich viele Hecken befinden, wird man hin und wieder auch die Nester von Gebüsch- oder Freibrütern finden. Darunter kann auch das Nest vom Bluthänfling sein.

Foto - Wikipedia: Bluthänfling

2012-05_Feldsperling_wikiDer Mai ist der Monat, in dem die „Stunde der Gartenvögel“ stattfindet. Vom 11. bis 13. Mai 2012 halten bundesweit wieder viele Vogelfreunde eine Stunde lang Ausschau nach Vögeln, die sie im eigenen Garten oder vom Balkon aus entdecken können. Die „Stunde der Gartenvögel“ wurde 2005 bundesweit ins Leben gerufen. Beide Naturschutzverbände; Naturschutzbund (NABU) und der bayrische Landesbund für Vogelschutz (LBV); griffen damit eine Idee aus England auf, wo Vogelfreunde schon seit 1979 einen „Big Garden Birdwatch“ veranstalten. Je häufiger zur Zählung aufgerufen wird, umso besser lässt sich feststellen, wo es Veränderungen gibt. Unser Wissen über Bestandsveränderungen ist gerade bei den häufigen Arten noch viel zu gering.

Foto - Wikipedia: Feldsperling

2012-04_Gartenrotschwanz1Die im Winter bei uns verbliebe­nen Vögel sind bei günstigen Wet­terbedingungen beim Nestbau, ebenso wie Heckenbraunelle und Zaun­könig. Der April ist auch der Monat an dem der bereits seit dem vergangenen Monat bei uns wieder eingetroffene Hausrotschwanz durch eine zweite Rotschwanzart ergänzt wird, dem Gartenrotschwanz. Die Gartenrotschwänze kommen deutlich später aus ihrem Winterquartier zurück, das in den Savannen Westafrikas und in Zentralafrika liegt. Sie haben eine wesentlich längere Zugstrecke gegenüber dem Hausrotschwanz. Beim Zug in das Winterquartier und zurück zu uns legt der Singvogel zudem jeweils bis zu 8000 Flugkilometer zurück. Um Mitte April ist der Gesang der Männchen zu vernehmen. Die Weibchen treffen etwa 14 Tage später ein.

Klaus Rost - Foto: Männchen des Gartenrotschwanzes mit Futter am Nistkasten  

2012-03_Turmfalke_wikiLangsam zieht wieder Leben in unseren Gärten ein. Während uns die Überwinterer, wie die größeren Schwärme der Saatkrähen, nach und nach verlassen, kommen die Brutvögel allmählich zurück. Insbesondere die Kurzstrecken- oder Teilzieher, die sich in der kalten Jahreszeit in Südeuropa und Nordafrika aufgehalten haben, kehren als erste wieder in ihr Brutrevier zurück und lassen ihre Reviergesänge hören. Zu ihnen zählen: Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Singdrossel, Hausrotschwanz, Bachstelze, Girlitz und Bluthänfling. Aber auch die im Winter bei uns verbliebenen Vogelarten lassen den Reviergesang hören und locken damit einen Brutpartner an bzw. markieren ihr Brutrevier gegenüber Nebenbuhlern ab.

Foto: Andreas Trepte www.photo-natur.de - Turmfalkenmännchen

2012-02 Dohle_wikiEin Vogel den wir nur selten in unseren Gärten beobachten können, es sei denn in der Nähe unseres Vereins befinden sich hohe Gebäude mit entsprechenden Nischen und Höhlen. Jetzt im Winter machen größere schwarze Vogelschwärme auf sich aufmerksam. Es sind die aus Osteuropa stammenden Saatkrähen. In diesen Schwärmen befinden sich meist auch kleinere etwa taubengroße Vögel, die nicht ganz schwarz, sondern schwarzgrau gefärbt sind. Bei genauerem Hinsehen fällt der schiefergraue Nacken auf. Auffallend ist auch das Auge mit der weißen Iris. Es sind Dohlen. Auf Grund dessen, dass durch die Sanierung von Gebäuden immer mehr Brutmöglichkeiten verloren gehen und dadurch ihr Bestand gefährdet ist, wurde die Dohle zum Vogel des Jahres 2012 gekürt. 

Foto - Wikipedia: Dohle

2012-01 Fichtenkreuzschnabel weibDie im Winter bei uns vorkommenden bzw. verbleibenden Vögel brauchen jetzt unsere Hilfe in Form der Winterfütterung. Aber nicht alle Vögel, insbesondere die Wasservögel auf den unsere Stadt und das Umland umgebenden Seen können auf die Zusatznahrung problemlos verzichten. Als unerwünschter Nebeneffekt werden durch diese Fütterung weitere Wasservögel angelockt, die mit ihren Exkrementen das Wasser verunreinigen. Darüber hinaus werden die Wasservögel vom Weiterziehen abgehalten, was gleichzeitig einen Eingriff in das ökologische Gleichgewicht darstellt.

 

Foto: wikipedia - Fichtenkreuzschnabel

2011-12_Seidenschwanz_wikiJe nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können Futterstellen aber zu Ansteckungsquellen für die Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, dass Futterhäuschen vor dem Wiederaufstellen gründlich gereinigt werden. Zu füttern ist nur dann, wenn es auch wirklich erforderlich ist und die natürlichen Nahrungsquellen für die Vögel infolge hoher Schneelage und Eis nicht mehr zugänglich sind. So lange es möglich ist, sollen die Vögel ihrer natürlichen Nahrungssuche nachgehen.

Foto: wikipedia - Seidenschwanz