2013_09_Uferschwalbe_Durzan_Cirano_wiki_SVANOK_1Im September wird die Hauptzugzeit eingeläutet, in der uns die Mehrheit der Zugvögel verlässt. Der Abzug vollzieht sich nicht so auffällig wie die Ankunft im Frühjahr, denn Zugvögel melden sich nicht ab. Sie sind einfach verschwunden und das wird dem Beobachter erst viel später bewusst. Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält­nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt werden. Im letzten Winter waren es Ringeltauben, die verstärkt bei uns überwinterten. Eigentlich ziehen sächsische Ringeltauben, als Kurzstreckenzieher, an die Atlantikküste, um dort den Winter zu verbringen. Auch Rotmilane konnten fast ganzjährig, wenn auch nicht so häufig, beobachtet werden. Selbst ein Hausrotschwanz ging Mitte Januar bei Markranstädt einem Vogelberinger ins Netz.

Foto - Wikipedia: Durzan Cirano, Uferschwalbe

2013_08_Rauchschwalbe_H.HoffmeisterSchwalben zählten in der Vergangenheit als Siedlungs- und Kulturfolger des Menschen auch in der Öffentlichkeit wohl zu den bekanntesten Vogelarten. Sie sind mit Ausnahme der ozeanischen Inseln und arktischer sowie antarktischer Gebiete über die ganze Welt verbreitet. Schwalben als ausgesprochene Zugvögel verbringen ihre Brutzeit während der warmen Monate in Mitteleuropa und überwintern im südlichen Afrika. Im August erfüllten Familienschwärme die warme Sommerluft und zu hunderten saßen sie im Herbst auf den Telegraphendrähten. Doch so idyllisch wie vor wenigen Jahrzehnten ist die Schwalbenwelt nicht mehr. Zu den hierzulande im Binnenland bekanntesten Arten zählen die Rauchschwalbe und die Mehlschwalbe. Weniger bekannt und auch insgesamt weitaus seltener ist in Deutschland die Uferschwalbe. Rauch- und Mehlschwalbe brüten an und in Gebäuden und sind uns daher häufig gegenwärtig.

Foto - Wikipedia: H.Hoffmeister, Rauchschwalbe

2013_07_Graureiher_J.M.Garg_wikipediaAn Flüssen, Bächen, Seen, Teichen und selbst an den kleinsten Gewässern stellt sich ein großer grauweiß aussehender Vogel mit langen Beinen und langem Hals ein. Er ist kein Gartenvogel. Doch ist er auch hier oft auf Nahrungssuche zu beobachten. Vor allem, wenn sich Teiche in unseren Gärten befinden, in denen sich Goldfische, Kois u.a. Fische tummeln. Sicher wissen sie bereits, um welchen Vogel es sich handelt. Es ist der Graureiher oder auch Fischreiher genannt. Der Graureiher ist neben Kranich und Storch unser drittgrößter einheimischer Vogel. Seinen Namen hat er von der Farbe seines Gefieders. Trotzdem sind diese großen Vögel ziemlich leicht. Ein ausgewachsener Graureiher bringt nur etwa 1 bis 2 kg auf die Waage. Seine Flügelspannweite beträgt 155 bis 175 cm.

Foto - Wikipedia, J.M.Garg

2013_06_Mittelspecht_Maren_Winter_wikiNachdem in einer vorangegangenen Ausgabe über die Spechte im Allgemeinen und den Buntspecht im Speziellen berichtet wurde, stehen heute der Mittel- und Kleinspechte im Blickpunkt.
Mittelspechte sehen den Buntspechten sehr ähnlich und werden auch oft mit ihnen verwechselt. Allerdings sind Mittelspechte kleiner (etwa 20 cm) und vor allem sehr viel seltener als Buntspechte. Sein Durchschnittsgewicht liegt bei 58 Gramm. Auch Mittelspechte haben einen roten Schädel, der bei den Weibchen allerdings etwas matter und fast ein bisschen orange wirkt.
Vom Buntspecht unterscheidet er sich vor allem durch den hellen, rundlich wirkenden Kopf, die ausgedehnte rote Kopfplatte sowie den kürzeren Schnabel. Der rote Scheitel reicht bei den Männchen weiter in den Nacken als bei den Weibchen.

Foto - Wikipedia, Maren Winter

2013_05_Buchfink_wikipedia_725px-Fringilla_coelebs_maleIm Buch „Die Vögel" schrieb Alfred Edmund Brehm 1879 „Der Fink ist ein munterer, lebhafter, geschickter und kluger, aber heftiger und zänkischer Vogel" was uns veranlasst, ihn etwas näher kennen zu lernen. 

Die große Anpassungsfähigkeit des Buchfinken machte ihn zu einem unserer häufigsten Singvögel. Mit Ausnahme junger Schonungen brütet er in allen Altersbeständen des Waldes. Gleichermaßen ist er in Parks, auf Friedhöfen und in unseren Gärten anzutreffen, auch Baumgruppen im Feld sowie Alleen, sofern die Bestände eine Mindesthöhe von 8 m erreicht haben.

Foto - Wikipedia: Buchfink

2013_04_Kuckuck_wiki_Reed_warbler„Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald. Lasset uns singen, tanzen und springen. Frühling, Frühling wird es nun bald." Jeder kennt das Lied und hat es vielleicht in seiner Kinderzeit selbst mit Begeisterung gesungen. Und jeder kennt auch den Ruf, der dem Vogel seinen Namen verschaffte. Und ganz wichtig, wenn der Kuckuck ruft sollte man unbedingt Geld in der Geldbörse haben, wenn man diese dann ordentlich schüttelt, so dass es klimpert, dann wird sich über das ganze Jahr hinweg Geld in Ihren Taschen befinden.

Nach der Systematik gehört der Kuckuck zwar nicht zu den Singvögeln, aber aufgrund seines bekannten Rufs wird er fälschlicherweise oft dazu gezählt. Aber nicht jeder hat den Rufer schon einmal gesehen, obwohl er eigentlich in keinem Landstrich fehlt.

Foto - Wikipedia: Teichrohrsänger füttert jungen Kuckuck

2013_03_Buntspecht-Maennchen_wikiBei einem Wald- oder Gartenspaziergang im Frühjahr ertönt zwischen dem Gezwitscher der Singvögel immer wieder mal ein Trommelwirbel - ein unverkennbares Geräusch, an dem schon jedes Kind erkennt, hier ist ein Specht am Werk.
In ratternder Serie hämmert er mit seinem starken Schnabel auf einen morschen Ast oder einen hohlen Baumstamm ein.

Wer denkt, für den Specht ist dabei Holz gleich Holz, der hat weit gefehlt. Der Platz für seinen Trommelwirbel ist wohl gewählt. Eine gute Resonanz ist ihm wichtig, möglichst weit soll es durch den Wald schallen. Aber wozu das Ganze?

Foto: Buntspecht-Männchen / wikipedia/Chatoux

2013_02_Wanderfalke_wiki_800px-PeregrineFalconperchedAnfang der 1950er Jahre gab es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR noch etwa 150 Brutpaare des Wanderfalken, von denen 30 zur felsbrütenden Population gehörten und der Rest Baumbrüter waren. Durch den Abschuss und den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln (DDT), in deren Folge die Vögel dünnschalige Eier produzierten, nahm der Bestand besorgniserregend ab. 1955 wurde im Polenztal bei Hohnstein das erste dünnschalige schlupfunfähige Gelege geborgen. Ab 1965 schlüpften auf dem Gebiet der damaligen DDR keine Jungvögel mehr und ab 1974 galt der Wanderfalke als ausgestorben.

Foto - Wikipedia: Wanderfalke

2013_01_Bekassine_NABUAuch wenn sich in letzter Zeit einige Gartenvereine oder Teile von ihnen zu Feuchtbiotopen entwickeln, wird es schwerfallen, in Leipzig und Umland den Vogel des Jahres 2013 zu Gesicht zu bekommen. Die Bekassine ist ein Schnepfenvogel, dessen Vorkommen in feuchten Wiesen, Sümpfen und Mooren liegt. Sie soll als Botschafterin für den Erhalt von Mooren und Feuchtwiesen werben, so der NABU Deutschland und der bayerische Landesbund für Vogelschutz, die den vom Aussterben bedrohten Vogel zum Jahresvogel gekürt haben. Nur noch ca. 5500 bis 6700 Brutpaare leben in Deutschland. Das sind halb so viele wie vor etwa 20 Jahren. 

Foto: NABU / W.Rolfes

Je nach Wetterlage ist nun die Futterstelle wieder zu beschicken. Leicht können Futterstellen aber zu Ansteckungsquellen für die Vögel werden, wenn sie noch alte Futterreste enthalten. Deshalb ist darauf zu achten, dass Futterhäuschen vor dem Wiederaufstellen gründlich gereinigt werden. Am besten mit heißem Wasser. Auch sollten die Futtergeräte so beschaffen sein, dass das darin befindliche Futter vor Witterungsunbilden geschützt ist und die Vögel nicht in dem Futter herumlaufen können und es dadurch durch Kot verunreinigen. Am günstigsten sind sogenannte Futtersilos.

2012_11_Tuerkentaube_wikiWenn wir in der vorangegangenen Ausgabe die Ringeltaube näher kennenlernen konnten, sollen heute die nachfolgenden Arten - Hohltaube, Turteltaube, Türkentaube und Straßen- oder Stadttaube - vorgestellt werden:

Foto - Wikipedia: Türkentauben