2014_12_Wendehals_Carles-Pastor_WikipediaDer Wendehals gehört zur Familie der Spechte. Er ist etwas größer als ein Sperling, hat jedoch einen etwas gestreckten Körperbau. In seinem bevorzugten Lebensraum ist er durch seine braungrauen, linierten und marmorierten Federn vorzüglich getarnt. Er sieht eigentlich aus, wie ein fliegendes Stück Baumrinde mit zwei Beinchen dran. Recht auffällig sind ein vom Nacken zum Bürzel verlaufender dunkler Längsstreif und die schwarzen Querbinden der Steuerfedern.

Beide Geschlechter sind gleich befiedert. Das bekannteste Verhaltensmerkmal ist das auffällige Drehen des Kopfes bei Bedrohung, das dieser Spechtart den Namen gab. Der Wendehals ist ein echter Zugvogel und einziger Langstreckenzieher unter den europäischen Spechten.

Foto: Carles Pastor, wikipedia, Wendehals

2014_11_5180_Feldsperling_Klaus-RostIm vorhergehenden Beitrag hatten wir den Haussperling als eine der bei uns heimischen Sperlingsarten nähergebracht. Beide Sperlingsarten sind Höhlenbrüter und kommen als Brutvogel in unseren Kleingartenanlagen vor. Zur Erinnerung: Sie unterscheiden sich äußerlich dadurch, dass der Haussperling eine graue Kopfplatte hat, während der Feldsperling an seiner kakaobraunen Kopfplatte zu erkennen und im Gesamtaussehen „bunter" gefärbt ist, wohingegen beim Haussperling die eintönig graue Färbung vorherrscht.

Foto: Klaus Rost - Feldsperling

2014_10_2369_Haussperling_Klaus-RostBei den nun schon zur Tradition gewordenen Aktionen des NABU und des LBV" Stunde der Gartenvögel", die im Monat Mai durchgeführt wird sowie die in den ersten Januartagen stattfindende „Stunde der Wintervögel" hat jeweils der Sperling den ersten Rang in der Häufigkeit der Beobachtungen belegt. Dabei muss man jedoch wissen, dass bei uns zwei Sperlingsarten heimisch sind. Einmal der Haussperling oder auch kurz Spatz genannt und der Feldsperling.

Foto: Klaus Rost - Haussperling

2014_09_Grauspecht_AHA2_WikipediaNachdem Anfang 2014 der Grünspecht – dem die Ehre zuteilwurde „Vogel des Jahres" zu werden – vorgestellt wurde, sollen drei weitere heimische Spechtarten vorgestellt werden:

Der Grauspecht (Picus canus) sieht dem Grünspecht ähnlich und kann auch im Gelände durchaus mit ihm verwechselt werden. Die Stirn des Männchens ist nur bis zur Mitte des Kopfes rot, der Nacken und die Halspartie sind schiefergrau. Eine angedeutete schwarze Maske und ein Bartstreif sind vorhanden.

Foto: AHA2, Wikipedia

2014_08_Eisvogel_Andreas-Trepte_WikipediaDie Wenigsten unter uns haben ihn schon einmal gesehen. Aber seinem Namen nach ist er den Meisten bekannt. Hat er doch in letzter Zeit des Öfteren für Schlagzeilen in den Medien gesorgt und sogar eine „Allgemeinverfügung" wurde für ihn in der Stadt und dem Landkreis Leipzig erlassen. Die Rede ist vom Eisvogel.

Der Eisvogel ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel. Er besiedelt u. a. weite Teile und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen.

Foto: Andreas Trepte, Wikipedia: Eisvogel

2014_07_Rotmilan_Milvus_milvus_Thomas-KraftWenn man es sich nach getaner Gartenarbeit im Liegestuhl oder der Hollywood-Schaukel gemütlich macht, dann geht der Blick oft in den Himmel. Und man sieht öfter größere Vögel ruhige Kreise ziehen mit dem Blick nach unten. Diese Vögel befinden sich auf dem Beuteflug. Je nach ihrer Flughöhe können wir Einzelheiten erkennen, nach denen man die Art bestimmen kann. An dem am Himmel kreisenden Flugbild mit dem tief gegabelten Schwanz können wir den Vogel als den Roten Milan oder auch Rotmilan bestimmen.
Typisch für den Rotmilan ist der lange, tief gegabelte Schwanz, der dem Vogel auch den Namen „Gabelweihe" eingebracht hat. Doch der Rotmilan ist keine Weihe! Zusammen mit dem Schwarzmilan gehört er zur Gattung Milvus, die in zwei Arten auf die Alte Welt beschränkt ist.

Foto: Thomas Kraft, Wikipedia: Rotmilan

2014_06_Neuntoeter_Maennchen_Artur-MikolajewskiDort wo heckenartige Anpflanzungen mit dornenbewehrten Büschen vorhanden sind, hat oft der Neuntöter sein Brutrevier. Auch Waldränder, kleine, lichte Wälder, Feldgebüsche, Bahndämme und Obstgärten nutzt er als Lebensraum. Die Würger sind eine auffällige Vogelfamilie, von der es weltweit 64 Arten gibt. Hierzu gehören auch der seit 1987 in Deutschland ausgestorbene Schwarzstirnwürger, der extrem seltene Rotkopfwürger und der noch sporadisch anzutreffende Raubwürger. Der Neuntöter hat die Größe einer Goldammer und wiegt wie diese 29 bis 35 Gramm. Die beiden Geschlechter und die Jungvögel sind an ihrer unterschiedlichen Gefiederfärbung leicht zu erkennen.

Foto: Artur Mikolajewski, Wikipeida - Neuntöter-Männchen

2014_05_Pirol-Maennchen_vogelwarte.ch_3660_0Ende April. Gemeinsam mit einigen Gartenfreunden stand ich auf einem Spielplatz unter großen Kastanienbäumen und wartete auf die Einteilung der Arbeiten für die obligatorischen Gemeinschaftsstunden, als ein sich mehrfach wiederholender melodisch klingender Vogelruf aus den Baumwipfeln erklang. Ein Gartenfreund meinte, „der Pfingstvogel" sei da. Keinem der versammelten Gartenfreunde war ein Vogel mit so einem Namen bekannt. Doch ich konnte aufklären. „Wenn ihr diesen Vogel auch noch nicht gesehen habt, aber sein richtiger Name ist euch bestimmt aus einer früheren Tankwerbung bekannt. Es ist der „Minol ....."

Foto: Pirol-Männchen / www.vogelwarte.ch

2014_04_Klappergrasmuecke_LBT120_lozIn der vorangegangenem Ausgabe haben wir die Mönchs- und Gartengrasmücke kennengelernt und dabei festgestellt, dass der deutsche Name für die Gattung Grasmücken „weder zu Gras noch zu Mücke eine Beziehung hat; er stammt vielmehr aus dem Mittelhochdeutschen und setzt sich zusammen aus gra und smiegen, also Gra-smige, graue Schlüpferin, graue Smiege."

Wenn auf den ersten Blick unverständlich erscheinend und nicht auf „Anhieb" zu erklären, ist der Name doch eine recht treffende Bezeichnung zweier hervortretender Eigenschaften, nämlich der unscheinbaren Gefiederfärbung und der Gewandtheit, mit der sich die Vögel auch im dichtesten Gestrüpp zu bewegen vermögen.

Foto - LBT, Wikipedia: Klappergrasmücke

2014_03_Samtkopfgrasmuecke_Andreas-TrepteWenn von Grasmücken die Rede ist, dann handelt es sich nicht, wie der Laie vielleicht meinen mag um Insekten, sondern in Fachkreisen sind diese auch unter dem Begriff Graue Schlüpfer bekannt. Der Name Grasmücke kommt aus dem Althochdeutschen von Grasmucka = Grauschlüpfer. Die Grasmücken sind mehr oder weniger graubraun gefärbte Singvögel, die geschickt durch niedrige Dickichte schlüpfen. Grasmücken leben in Wäldern und dichtem Gebüsch, einige Arten kommen gerne in Gärten. Ihr Gesang ist oft laut und charakteristisch, so dass man sie daran gut erkennen und unterscheiden kann.

Foto: Andreas Trepte - Samtkopfgrasmücke

2014_02_Sperber_Eddy_Van_3000Aufgeregtes Kreischen von Kleinvögeln ist plötzlich aus einem Gebüsch zu hören. Ein etwa taubengroßer brauner Vogel hat sich in einen Busch gestürzt und fliegt jetzt mit schnellen Flügelschlägen und einem Haussperling im Fang nur einige Meter weiter auf einen Baumstumpf. Federn stieben, der Sperber hat mit seiner rasanten Jagd wieder einmal Erfolg gehabt und beginnt gleich damit, seine Beute zu rupfen. Die Aufregung, der mit dem Schrecken davon gekommenen Vögel, dauert noch lange an.

Foto - Eddy van 3000, Wikipedia: Sperber