2015 05 Eichelhaeher Luc ViatourBei Spaziergängen im Auwald oder in Parks wird man auf „Hiäh"-Rufe des Mäusebussards aufmerksam. Wenn man darauf den Himmel nach dem Rufer absucht und nichts entdecken kann, war es sicher ein anderer Vogel, der uns mit diesem Ruf zum Narren gehalten hat. Beim intensiven Absuchen des Astwerkes der Bäume entdecken wir einen etwa taubengroßen, rötlichgrau gefärbten Vogel mit schwarzweißblau gefärbten Federn an den Flügeln und einer weißlich dunkel gestreiften Kopfhaube. Es ist ein Eichelhäher.

Foto - Luc Viatour: Der Eichelhäher

2015 04 Nilgaense Guenter-SchnitzlerBei unseren Spaziergängen an den neu entstandenen Wasserflächen rund um unsere Stadt, aber auch auf Feld- und Wiesenflächen, kann man häufig relativ „bunte" Gänse beobachten. Dabei handelt es sich um Nilgänse, sogenannte Neozoen. Was sind Neozoen? Als Neozoen bezeichnet man Tierarten, die direkt oder indirekt durch die Wirkung des Menschen in andere Gebiete eingeführt worden sind und sich dort fest etabliert haben.

Foto - Günter Schnitzler: Nilgansfamilie am Rheinufer

2015 03 Weidenmeise Francis-C.FranklinWährend im vorherigen Beitrag die Kohl-, Blau- und Tannenmeise vorgestellt wurden, sollen Sie heute etwas über Weiden- und Sumpfmeise erfahren. Weidenmeise (Parus montanus): Sie ist mit der ihr sehr ähnlichen Sumpfmeise (Parus palustris) ein Beispiel für Zwillingsarten.

Wegen des fast gleichen Aussehens werden beide auch als Graumeisen zusammengefasst. Unterschiede gibt es im Vorkommen und im Verhalten. Wegen ihres Aussehens wird die Weidenmeise auch „Mönchsmeise” genannt. Dieser Name wird ihr auch eher gerecht.

Foto: Francis C. Franklin - Weidenmeise

2015 02 Kohlmeise Kristjan-OsbekIst von Meisen die Rede, dann verstehen wir Kleingärtner darunter meist die Begriffe Kohl- und Blaumeise ohne zu wissen, dass es weltweit weitere 51 Vogelarten gibt, die in ihrem Namen das Wort „Meise" tragen. Entsprechend der Systematik im Tierreich gehören zur Familie der Meisen 46 Arten, davon haben 6 Arten ihre Brutheimat in Deutschland. Zur Familie Schwanzmeisen gehören 7 Arten, zur Familie Beutelmeisen 9 Arten. Von diesen beiden Familien treten jeweils eine Art als Brutvogel in Deutschland auf. Aus der artenreichen Familie der Timalien ist in Mitteleuropa nur die Gattung Bartmeise vertreten.

Foto - Kristjan Osbek: Kohlmeise

habicht wikipediaIllegal abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag. Es gibt immer noch einzelne Jäger, die ihn als Konkurrenten bei der Jagd auf Hasen und Fasane sehen. Auch bei Geflügel- und Taubenzüchtern ist der Habicht (Accipiter gentilis) besonders unbeliebt. Das veranlasste den NABU und den bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) den Habicht zum Vogel des Jahres zu küren und damit die Aufmerksamkeit auf diesen Vogel und dessen Schutz sowie aller Greifvögel, zu richten. Jährlich stellen Polizisten und Tierschützer in Deutschland Habichtfangkörbe sicher, viele davon in der Nähe von Taubenhaltungen. In einer Leipziger Kleingartenanlage ist 2013 eine Habichtsfalle, ein sogenannter Habichtfangkorb, durch die Polizei sichergestellt worden konnte.

Foto: Northern_Goshawk_ad_M2

2014_12_Wendehals_Carles-Pastor_WikipediaDer Wendehals gehört zur Familie der Spechte. Er ist etwas größer als ein Sperling, hat jedoch einen etwas gestreckten Körperbau. In seinem bevorzugten Lebensraum ist er durch seine braungrauen, linierten und marmorierten Federn vorzüglich getarnt. Er sieht eigentlich aus, wie ein fliegendes Stück Baumrinde mit zwei Beinchen dran. Recht auffällig sind ein vom Nacken zum Bürzel verlaufender dunkler Längsstreif und die schwarzen Querbinden der Steuerfedern.

Beide Geschlechter sind gleich befiedert. Das bekannteste Verhaltensmerkmal ist das auffällige Drehen des Kopfes bei Bedrohung, das dieser Spechtart den Namen gab. Der Wendehals ist ein echter Zugvogel und einziger Langstreckenzieher unter den europäischen Spechten.

Foto: Carles Pastor, wikipedia, Wendehals

2014_11_5180_Feldsperling_Klaus-RostIm vorhergehenden Beitrag hatten wir den Haussperling als eine der bei uns heimischen Sperlingsarten nähergebracht. Beide Sperlingsarten sind Höhlenbrüter und kommen als Brutvogel in unseren Kleingartenanlagen vor. Zur Erinnerung: Sie unterscheiden sich äußerlich dadurch, dass der Haussperling eine graue Kopfplatte hat, während der Feldsperling an seiner kakaobraunen Kopfplatte zu erkennen und im Gesamtaussehen „bunter" gefärbt ist, wohingegen beim Haussperling die eintönig graue Färbung vorherrscht.

Foto: Klaus Rost - Feldsperling

2014_10_2369_Haussperling_Klaus-RostBei den nun schon zur Tradition gewordenen Aktionen des NABU und des LBV" Stunde der Gartenvögel", die im Monat Mai durchgeführt wird sowie die in den ersten Januartagen stattfindende „Stunde der Wintervögel" hat jeweils der Sperling den ersten Rang in der Häufigkeit der Beobachtungen belegt. Dabei muss man jedoch wissen, dass bei uns zwei Sperlingsarten heimisch sind. Einmal der Haussperling oder auch kurz Spatz genannt und der Feldsperling.

Foto: Klaus Rost - Haussperling

2014_09_Grauspecht_AHA2_WikipediaNachdem Anfang 2014 der Grünspecht – dem die Ehre zuteilwurde „Vogel des Jahres" zu werden – vorgestellt wurde, sollen drei weitere heimische Spechtarten vorgestellt werden:

Der Grauspecht (Picus canus) sieht dem Grünspecht ähnlich und kann auch im Gelände durchaus mit ihm verwechselt werden. Die Stirn des Männchens ist nur bis zur Mitte des Kopfes rot, der Nacken und die Halspartie sind schiefergrau. Eine angedeutete schwarze Maske und ein Bartstreif sind vorhanden.

Foto: AHA2, Wikipedia

2014_08_Eisvogel_Andreas-Trepte_WikipediaDie Wenigsten unter uns haben ihn schon einmal gesehen. Aber seinem Namen nach ist er den Meisten bekannt. Hat er doch in letzter Zeit des Öfteren für Schlagzeilen in den Medien gesorgt und sogar eine „Allgemeinverfügung" wurde für ihn in der Stadt und dem Landkreis Leipzig erlassen. Die Rede ist vom Eisvogel.

Der Eisvogel ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel. Er besiedelt u. a. weite Teile und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen.

Foto: Andreas Trepte, Wikipedia: Eisvogel

2014_07_Rotmilan_Milvus_milvus_Thomas-KraftWenn man es sich nach getaner Gartenarbeit im Liegestuhl oder der Hollywood-Schaukel gemütlich macht, dann geht der Blick oft in den Himmel. Und man sieht öfter größere Vögel ruhige Kreise ziehen mit dem Blick nach unten. Diese Vögel befinden sich auf dem Beuteflug. Je nach ihrer Flughöhe können wir Einzelheiten erkennen, nach denen man die Art bestimmen kann. An dem am Himmel kreisenden Flugbild mit dem tief gegabelten Schwanz können wir den Vogel als den Roten Milan oder auch Rotmilan bestimmen.
Typisch für den Rotmilan ist der lange, tief gegabelte Schwanz, der dem Vogel auch den Namen „Gabelweihe" eingebracht hat. Doch der Rotmilan ist keine Weihe! Zusammen mit dem Schwarzmilan gehört er zur Gattung Milvus, die in zwei Arten auf die Alte Welt beschränkt ist.

Foto: Thomas Kraft, Wikipedia: Rotmilan