2016 08 Sebastian-Poster MandarinenteMitunter kann man an Teichen und alten Flussarmen exotisch, also sehr bunt aussehenden Enten begegnen. Und man glaubt hier Zierenten vor sich zu haben. Im Prinzip stimmt dies auch. Es handelt sich dabei um Mandarinenten (Aix galericulade), deren ursprüngliche Heimat in Südost-Asien liegt (von den Amur-Niederungen südwärts über Ussuriland und die Mandschurei bis in den Norden der chinesischen Provinz Hopei; möglicherweise noch weiter südlich am Unterlauf des Yangtse und in der Provinz Fukien, auf den japanischen Inseln Hokkaido, Hondo und Kiuschiu und den Riukiu-Inseln (Okinawa).

Foto - Sebastian Poster: Mandarinente

2016 07 Danrok Raven in JerseyDie Familie der Singvögel reicht vom etwa 9 Zentimeter langen und zwischen 4 und 6,5 Gramm schweren Winter-/Sommergoldhähnchen, als kleinster heimischer Vogel, bis zum Kolkraben mit einer Körperlänge von 54 bis 67 cm und einer Flügelspannweite von 115 bis 130 cm und einem Gewicht zwischen 1.080 und 1.370 Gramm.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wer den Raben zuhört, wird es seltsam finden, dass die Zoologen ihn zu den Singvögeln zählen.

Foto - Danrok: Kolkrabe im Flug

2016 06 Andrzej-Jablecki KernbeisserDer Kernbeißer (Coccothraustes Coccothraustes) ist der größte in der Familie der Finkenvögel. Er wird auch als Kirschkernbeißer, Kirschfink, Finkenkönig oder in Bayern als Kerenbeisser bezeichnet.

In Holland nennt man ihn Appelvink, was merkwürdig ist, denn in Apfelbäumen sieht man ihn nie, jedenfalls nicht zu der Zeit, wenn die Äpfel reifen. Er ist etwa starengroß, seine Flügelspannweite liegt zwischen 29 bis 33 cm und sein Gewicht beträgt etwa 48 bis 62 Gramm.

Foto - Andrzej Jablecki: Kernbeißer beim "Frühstück"

2016 Vogeltraenke-Stare-baden-Garten LBV Nicole-GrodzyckiÜberall ist in den Gebüschen und Bäumen wieder reges Leben eingezogen. Freibrütende Vogelarten suchen passende Stellen an denen sie ihr Nest errichten können. Die verschiedenen Freibrüterarten nutzen, je nach Art, dabei vom Boden beginnend bis zu den Wipfeln der Büsche die einzelnen Höhenlagen.

Foto - Nicole Grodzycki, LBV: Vogeltränke - Stare baden im Garten

2016 04 Alchemist-hp KormoranBei Spaziergängen an den vielen Seen, die unsere Stadt umgeben, fallen einem mitunter gänsegroße schwarze Vögel auf, die auf einem aus dem Wasser ragenden Gegenstand mit ausgebreiteten Flügel sitzen. Es sind prächtige Taucher, die nach einem Tauchgang ihr Gefieder trocknen lassen, da bei ihnen nicht – wie bei anderen Wasservögeln – das Wasser vom Gefieder abperlt. In der Luft fliegend, erscheint das Flugbild kreuzförmig, d.h. die Flügel erscheinen genauso breit wie der Körper von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende. Es ist der Kormoran (Phalacrocorax carbo), der mancherorts wegen seines schwarzen Aussehens auch „Meerrabe", „Seerabe" oder „Wasserrabe" genannt wird. Mit der Wahl des Kormorans zum Vogel des Jahres 2010 wurde eine sehr umstrittene Vogelart ausgewählt, die eine rege Diskussion zwischen Naturschützern und Fischern entfachte.

Foto - Alchemist-hp: Kormoran auf Lauer

2016 03 Feldlerche Daniel-PetterssonWenn wir den Stadtrand erreichen und uns der Feldflur nähern, dann fällt uns die fehlende Artenvielfalt auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen, wie auch die Ruhe über den Feldern, auf. Kaum ein Vogel zu sehen und zu hören. Die Feldlerche (Alauda arvensis) gehört wohl mit zu den Vogelarten, die – wenigstens dem Namen nach - den meisten bekannt ist. Die über der grünenden Saat singend aufsteigende Feldlerche ist, jetzt muss man wohl sagen war, für unsere Felder eine bezeichnende Erscheinung und es gibt wohl niemanden, der sich nicht über den abwechslungsreichen Gesang unserer Feldlerche in den Vorfrühlingstagen erfreut.

Foto - Daniel Pettersson: Feldlerche

2016 02 Schwanzmeise Slawek-StaszczukFamilie Schwanzmeisen (Aegithalidae): Dickwandige Nester aus Baststreifen, Moos und Gespinsten dicht verwoben sowie mit Flechten verkleidet, beutelförmig und mit seitlichem Eingang auf Stammausschlägen, in Astgabel oder im Brombeergestrüpp. Eier meisenartig gefleckt: gelblichweiße Grundfarbe mit feinen rostroten Punkten. Umfangreiche Gelege, meist aus 7 bis 11 Eiern bestehend. Zwei Bruten im Jahr. Eine Art Brutvogel in Deutschland.

Schwanzmeise (Aegithalos caudatus): An vielen Winterfütterungen ist sie an kalten Wintertagen ein willkommener und hübscher Gast.

Foto - Slawek Staszczuk: Schwanzmeise

2016 Stieglitz Francis-C.-FranklinSeit 1971 ist die alljährliche Wahl des Vogels des Jahres zur Tradition geworden. Mit dieser Gemeinschaftsaktion der beiden Naturschutzverbände NABU (Naturschutzbund Deutschland) und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) soll auf die Gefährdung der Vögel und deren Lebensräume aufmerksam gemacht werden. Nicht immer geht es nur um die Schutzbedürftigkeit der jeweiligen Art, weil sie in ihrem Bestand gefährdet ist, sondern auch um die Erhaltung deren Lebensräume. Als der Wanderfalke zum ersten "Vogel des Jahres" ausgerufen wurde, war es für diese Art buchstäblich fünf vor zwölf. Seitdem haben Schutzmaßnahmen vom DDT-Verbot bis hin zu Horstbewachungen durch Ehrenamtliche eine der größten Erfolgsgeschichten im Vogelschutz geschrieben.

Foto - Francis C. Franklin: Stieglitzmännchen

2015 12 Haubenmeise Carlos-DelgadoHiermit führen wir unsere Vorstellung der Meisenarten fort. Um ein relativ komplettes Bild über die Meisen zu vermitteln, befinden sich darunter auch Arten, die wir nicht unbedingt als Gartenvögel bezeichnen können, es jedoch ohne weiteres vorkommen kann, dass man bei Spaziergängen bzw. Exkursionen auf sie stößt. Heute sind es die Haubenmeise und die zu einer eigenen Familie gehörende Beutelmeise, welche nicht zu den „echten" Meisen gehört.

Haubenmeise (Parus christatus): Durch ihre spitze Federhaube und den schwarz-weißen Kopf ist die im übrigen oberseits bräunlichgraue, unterseits weißliche Haubenmeise leicht zu erkennen und von den anderen Meisenarten zu unterscheiden.

Foto - Carlos Delgado: Haubenmeise

2015 11 Wacholderdrossel Arnstein-RonningIm Herbst können wir auf Vogelarten stoßen, die wir in der übrigen Zeit des Jahres nicht so häufig oder überhaupt nicht beobachten können. Wenn sich die Zugvögel unter unseren heimischen Vögeln auf den Weg in wärmere Gebiete begeben, um dort ihren Lebensunterhalt mit Weichfutter, also Insektennahrung, zu bestreiten, kommen andere Vogelarten, vornehmlich aus nordischen Gefilden als Wintergäste zu uns. Der Grund des Vogelzuges ist nicht, wie meist angenommen, die kältere Jahreszeit, sondern der Mangel an entsprechender Nahrung.

Foto - Arnstein Ronning: Wacholderdrossel

2015 10 Schwarzmilan Thomas-KraftNeben dem Rotmilan, der unter Greifvögel (3) sind finden ist, können wir einen weiteren Greifvogel den Schwarzen Milan oder Schwarzmilan beobachten. Oft ist es ein trillerndes "Hühühühihüüü", was unseren Blick gen Himmel richten lässt.

Der Schwarzmilan ist ein etwa bussardgroßer Greifvogel und gehört zur Familie der Habichtartigen. Im Gegensatz zum nahe verwandten Rotmilan hat der Schwarzmilan ein weltweites Verbreitungsgebiet. Er ist auch unter anderen Namen wie Schmarotzermilan, Aasweihe, Fischweihe bekannt.

Foto - Thomas Kraft: Schwarzmilan