2017 05 Grauschnaepper L.B.Tettenborn CC BY SA 3.0Der Grauschnäpper (Muscicapa striata), ein unscheinbar gefärbter Vogel, fällt besonders durch sein Verhalten auf. Häufig kann man ihn in aufrechter Haltung auf Zweigen, Telegrafenmasten oder Zaunpfosten sitzen sehen. Von diesen Plätzen aus steigt er oft steil in die Höhe, um fliegenden Insekten nachzujagen. Während des Sitzens zuckt er oft mit den Flügeln und dem Schwanz. An seine Jagdweise ist nicht nur sein gewandter Flug angepasst, sondern auch sein Schnabel.

Seinen Namen verdankt der Grauschnäpper seinem graubraunen Gefieder. Während der Bauch fast weiß ist, zeigen Kehle und Brust einen hellen Grauton, der mit dunklen Strichen gesprenkelt ist.

Foto - L. B. Tettenborn: Grauschnäpper

2017 04 Trauerfliegenschnaepper Steve Garvie CC BY SA 2.0Aus der Familie der Fliegenschnäpper kommen 4 Arten als Brutvögel in Deutschland vor: Der Trauerfliegenschnäpper, der Grauschnäpper, der Halsbandschnäpper und der Zwergschnäpper. Allerdings sind in unserer Gegend nur die beiden erstgenannten Arten als Brutvogel zu beobachten. Es sind kleine Singvögel aus der Verwandtschaft der Drosselvögel mit einem unterschiedlich breiten und flachen Schnabel, der an der Basis mit mehr oder weniger stark entwickelten Schnabelborsten umstellt ist und die Jagd nach fliegenden Insekten erleichtert.

Foto - Steve Garvie: Trauerfliegenschnäpper

2017 03 Fichtenkreuzschnabel Maennchen Elaine R.Wilson CC BY SA 3.0Bei unseren Naturbeobachtungen sieht man mitunter starengroße Vögel, deren Gefieder rot-orange, orange-grau oder olivgrau oder grau ist, mit „Schnabelmißbildungen“. Wobei es sich bei den Vögeln mit Rotanteil um Männchen handelt und die mit dem fehlenden Rot um Weibchen. Bei den Vögeln mit dem auffallenden Schnabel handelt es sind um einheimische Finkenvögel – Kreuzschnäbel.

Foto - Elaine R. Wilson: Männchen Fichtenkreuzschnabel

2017 02 Andrew Moon MadeiragoldhaehnchenVielfach wird immer angenommen, dass der Zaunkönig der kleinste einheimische Vogel sei, das trifft aber nicht zu, denn der Zaunkönig wiegt mit seinen 8 bis 9 Gramm immer noch einige Gramm mehr als das nur 5 bis 6 Gramm schwere Goldhähnchen. Damit sind diese winzigen Federbällchen die kleinsten heimischen Vögel.

Die Goldhähnchen (Regulus) sind eine kleine Gattung von Vögeln, die weltweit sieben Arten umfasst.

Foto - Andrew Moon: Madeiragoldhähnchen

2017 01 Waldkauz Altvogel Peter Schaedlich 0970Unter den 47 Arten, welche seit 1971 im jährlichen Rhythmus zum Vogel des Jahres gewählt wurden, befanden sich bisher nur drei Arten, der Steinkauz (1972), die Schleiereule (1977), der Uhu (2005) und nun der Waldkauz, welche zu den lautlosen Jägern der Nacht gehören.

Während in den Anfängen der Jahresvogelwahl der Fokus auf der Vogelart selbst lag, da deren Bestand sehr im Abnehmen begriffen war, ist der Bestand der derzeitig ausgewählten Arten relativ stabil. Mit den in den letzten Jahren ausgewählten Arten soll auf die Veränderung der Lebensräume der betreffenden Arten hingewiesen werden. Deshalb heißt es in der Begründung des NABU:

Foto - Peter Schädlich: Waldkauz - Altvogel

2016 12 Frank Liebig SingschwaeneSingschwäne sind Brutvögel der osteuropäischen und sibirischen Taiga. Im Herbst und Winter sind diese Schwäne auch in Mitteleuropa zu beobachten. In Küstengebieten und im norddeutschen Tiefland sind sie regelmäßiger Wintergast. Zunehmend kommt es aber auch zu Übersommerungen und vereinzelten Bruten in Mitteleuropa. Der Zug aus den Wintergebieten setzt im Oktober ein. Sie kehren ab März in ihre Brutgebiete zurück.

Foto - Frank Liebig: Singschwäne

2016 11 Sigismund-von-Dobschuetz Hoeckerschwan-beim-AngriffHeute nehme ich Sie mit zu einer Exkursion an einen der vielen um unsere Stadt entstandenen Gewässer. Hier können wir zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten Schwäne (Cygnini) beobachten. Wussten Sie, dass es mehrere verschiedene Schwanenarten gibt? Ich möchte Sie mit ihnen vertraut machen.

Die Schwäne gehören zur Ordnung der Gänse und innerhalb dieser Ordnung zur Familie der Entenvögel. Schwäne sind die größten aller Entenvögel. Wegen des rein weißen Gefieders der europäischen Arten und der eindrucksvollen Größe haben sie in zahlreiche Mythen und Märchen Eingang gefunden.

Foto - Sigismund von Dobschütz: Höckerschwan beim Angriff

2016 10 Nudelbraut Auerhahn-auf-BalzVerlassen wir dieses Mal unsere „kleine" Gartenwelt und wenden uns einer Vogelart zu, die zumindest auch unter den Biertrinkern bekannt sein dürfte – das Auerhuhn*). Noch vor mehr als 100 Jahren ein Allerweltsvogel, hat sich das Auerhuhn (Tetrao urogallus) in Deutschland heute rargemacht. 

Das Auerhuhn ist ursprünglich Taigabewohner und findet in Mitteleuropa in großen naturnahen Waldungen zusagenden Lebensraum. Dabei werden Nadel- und Mischwälder im Mittel- und Hochgebirge bevorzugt.

Foto - Nudelbraut: Auerhahn auf Balz

2016 09 Lee-Karnay EinsiedlerdrosselNicht nur, dass es im September ruhiger in unseren Gärten geworden ist, hört man doch kaum noch den Gesang eines Vogels. Auch die Artenvielfalt wird von Tag zu Tag immer geringer, denn die Zugzeit hat begonnen.

Zurück bleiben höchstens einige Nachzügler, deren Junge einer Spätbrut noch nicht kräftig genug für die große Reise sind. Vielleicht handelt es sich auch um Vögel, die durch günstige Verhält¬nisse in ihrem Lebensraum zur Überwinterung angeregt sind.

Foto - Lee Karnay: Einsiedlerdrossel

2016 08 Sebastian-Poster MandarinenteMitunter kann man an Teichen und alten Flussarmen exotisch, also sehr bunt aussehenden Enten begegnen. Und man glaubt hier Zierenten vor sich zu haben. Im Prinzip stimmt dies auch. Es handelt sich dabei um Mandarinenten (Aix galericulade), deren ursprüngliche Heimat in Südost-Asien liegt (von den Amur-Niederungen südwärts über Ussuriland und die Mandschurei bis in den Norden der chinesischen Provinz Hopei; möglicherweise noch weiter südlich am Unterlauf des Yangtse und in der Provinz Fukien, auf den japanischen Inseln Hokkaido, Hondo und Kiuschiu und den Riukiu-Inseln (Okinawa).

Foto - Sebastian Poster: Mandarinente

2016 07 Danrok Raven in JerseyDie Familie der Singvögel reicht vom etwa 9 Zentimeter langen und zwischen 4 und 6,5 Gramm schweren Winter-/Sommergoldhähnchen, als kleinster heimischer Vogel, bis zum Kolkraben mit einer Körperlänge von 54 bis 67 cm und einer Flügelspannweite von 115 bis 130 cm und einem Gewicht zwischen 1.080 und 1.370 Gramm.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wer den Raben zuhört, wird es seltsam finden, dass die Zoologen ihn zu den Singvögeln zählen.

Foto - Danrok: Kolkrabe im Flug