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Quelle: "neues für die Frau"

 

2018 Lothar Kurth 7139Im Beitrag (1) befasste sich Fachberater Peter Schädlich mit der Lebensweise von Vögeln und Insekten in Eintracht oder Gegensatz. Dieses Mal analysiert er die Beziehung der Vögel zur Menschheit.

Weitaus schlechter als unseren Gartenvögeln geht es den Vogelarten und anderen Bewohnern der Feldfluren und des Offenlandes. Mit der Einführung der modernen, industriemäßigen Bewirtschaftung der Ackerflächen wurden ehemals kleingliedrig strukturierte und artenreiche Agrarlandschaften ausgeräumt. Seit Jahren dominiert auf den Feldern der großflächige Anbau von Raps und Mais für die Herstellung von Biogas oder Benzin.

Foto - Lothar Kurth: Kohlmeise an der Wassertränke

2018 Lothar Kurth 6266Vor noch nicht allzu langer Zeit galten Vögel in weiten Teilen der Bevölkerung als wertvollste Helfer bei der Bekämpfung von Insekten in unseren Gärten. Die Insekten indes galten aufgrund ihrer Verhaltensweisen und Fressgewohnheiten als stechende, beißende und saugende Plagegeister, die auch noch Krankheiten übertragen könnten. So hatten sie allgemein einen schlechten Ruf und wurden pauschal als Schädlinge abgestempelt. Bis auf wenige Ausnahmen bekämpfte man sie rücksichtslos mit der chemischen Keule gleich welcher Art. Dabei wusste man im Einzelnen zu wenig über Artenvielfalt und den wichtigen und umfangreichen ökologischen Funktionen im Naturhaushalt. Oder wollten wir es nicht wissen?

Foto - Lothar Kurth: Storchennest in Lübben / Spreewald

Das Amt für Umweltschutz (AfU) weist auf das Fütterungsverbot für wild lebende Wasservögel an stehenden Gewässern im Leipziger Stadtgebiet hin. Die dazu 2010 erlassene Allgemeinverfügung erstreckt sich neben dem Kulkwitzer See auf mehr als 100 weitere Gewässer und deren Uferbereiche. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Ertappte Sünder können mit einem Bußgeld von bis zu 150 € rechnen.

Nistkästen, die unseren gefiederten Freunden der Aufzucht ihrer Jungen dienen, werden außerhalb der Brutzeit von nicht wenigen Tieren als Unterkunft in der kalten Jahreszeit genutzt. Deshalb sollte man von einer Reinigung der Nistkästen im Herbst absehen und dies im Frühjahr vor Beginn der Brutsaison tun. Man sollte aber prüfen, ob sich noch alte Eier oder verendete Küken in den Nestern befinden. Dann empfiehlt sich die Reinigung auf jeden Fall im Herbst, denn Krankheitserreger und Parasiten sind mit Sicherheit im Nistkasten.

2016 NABU WaldkauzDietmar Heyder, Vogelberinger (LVZ, 15.06.2016) zum Artikel "Aus dem Nest gefallen - doch oft in Eingreifen völlig unnötig" (LVZ, 10.05.2016): Jedes Jahr erscheinen zur Brutzeit die unterschiedlichsten Ratschläge zum Auffinden von scheinbar völlig hilflosen Vogeljungen. Wird man ungewollt Finder, treten in kürzster Zeit Probleme auf. Hilfe vom Zoo oder von den Naturschutzbehörden zu erwarten ist illusorisch. Drei Beispiele: Drei Mädchen waren in Thüringen auf Klassenfahrt und fanden unter einem Baum einen ca. drei Wochen alten Waldkauz. Ein Ästling, der sich noch völlig flugunfähig ziemlich weit von seine Bruthöhle entfernt hatte. Diese fanden die Mädchen aber nicht. Was nun tun?

Foto NABU. Waldkauz

2016 NABU KernbeisserManchmal macht erst menschliche Ungeduld einen Jungvogel zum Pflegefall. Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und andere Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Man sollte solche Tiere auf keinen Fall gleich aufnehmen, sondern erst einige Zeit beobachten und sie an Ort und Stelle belassen. Im Zweifel bitte beim NABU Leipzig anrufen: Notfalltelefon 01577 32 52 706.

2016 NABU WaldkauzHilfsbedürftig - Dieser Kernbeißer war gegen eine Glasfassade geflogen und wurde von der Wildvogelhilfe wieder gesund gepflegt. Fotos: NABU Leipzig

Nicht hilfsbedürftig - Dieser junge Waldkauz saß am Boden und wurde von besorgten Tierfreunden mitgenommen. Sie haben die Wildvogelhilfe aber noch rechtzeitig informiert, so dass der Jungvogel vor Ort wieder auf einen Ast gesetzt werden konnte, wo ihn seine Eltern weiter versorgt haben.

Quelle: Text / Fotos NABU

Wichtige_Tipps_fuer_Vogelfreunde_959Welcher Nistkasten eignet sich für welche Vogelart? Wie gehe ich mit verwaisten Jungvögeln um? Wie gestalte ich meinen Garten so, dass Vögel sich wohlfühlen? Und was ist bei der Vogelfütterung zu beachten?

Diese und viele andere Fragen von Tierfreunden beantwortet der Biologe und Vogelkundler Dr. Uwe Westphal auf seiner neuen Hörbuch-CD. Westphal, der durch zahlreiche Auftritte in Funk und Fernsehen einem breiten Publikum auch als Vogelstimmen-lmitator bekannt ist, hat lange Jahre hauptamtlich im Natur- und Vogelschutz gearbeitet und verfügt über profunde Fachkenntnisse und Erfahrungen, die er hier in leicht verständlicher Form weitergibt.
 
Abb.: Audio-CD; Dr. Uwe Westphal - Musikverlag Edition AMPLE  (Info vom "Bundesverband Deutscher Gartenfreunde"